"Kanzlerin muss Finanzminister auf Kurs bringen" - Kritik an Rösler zurück gewiesen

FDP-Chef Hahn schießt sich auf Schäuble ein

Wiesbaden. Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn macht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verantwortlich für das schlechte Bild der Berliner Koalition aus FDP und den Unionsfraktionen.

Er selbst halte ihn für nicht geeignet, weiterhin als Bundesfinanzminister zu fungieren. Schäuble verletze immer wieder Absprachen des Koalitionsvertrages, um die Steuerpolitik der Liberalen vorzuführen.

Im Interview mit der HNA sagte Hahn: „Entweder die Kanzlerin bringt ihn jetzt auf Kurs oder es muss über personelle Veränderungen nachgedacht werden.“ Hahn will am Samstag beim Parteitag der FDP in Stadtallendorf erneut für den Vorsitz der Landespartei kandidieren. Auf dem Bundesparteitag der FDP strebt er einen Posten im Präsidium an – entweder als einer der drei Stellvertreter des designierten FDP-Chefs Philipp Rösler oder als Beisitzer.

Die in der Öffentlichkeit, aber auch in Teilen der FDP als unzureichend bewerteten ersten Entscheidungen Röslers verteidigte Hahn. Die FDP habe kein Problem mit ihren Inhalten, sondern mit ihrer Glaubwürdigkeit. Rösler sei der richtige Mann, um diese wieder herzustellen. Alles Weitere werde von der künftigen Zusammensetzung des Bundesvorstandes abhängen. Die Entscheidung, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle im Amt zu belassen, begrüße er ausdrücklich. Brüderle habe erfolgreich gearbeitet, die FDP brauche eine Mischung aus neuen und aus erfahrenen Leuten.(wet)

Das Interview lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Quelle: HNA

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