Flugzeug kreiste tief über Frankfurter Innenstadt

Frankfurt. Sofort waren die Erinnerungen an den Terroranschlag vom 11. September wieder da: Ein über der Frankfurter Innenstadt kreisendes Flugzeug hat am Samstag etliche Anwohner beunruhigt. Der Pilot hatte allerdings einen guten Grund für sein Manöver.

Bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen gingen mehrere Anrufe besorgter Bürger ein, berichtete ein Sprecher. Auslöser war eine amerikanische Passagiermaschine, die um die Mittagszeit mit ausgefahrenem Fahrgestell eine Schleife zwischen den Banken-Hochhäusern flog. Der Pilot des Airbus hatte laut Flugsicherung unmittelbar nach dem Start vom Frankfurter Flughafen einen medizinischen Notfall an Bord gemeldet. Daraufhin sei die Maschine auf kurzem Weg zum Airport zurückgeholt worden. Ein solcher Anflug nahe der Hochhäuser ist laut DFS nur für medizinische oder andere Notfälle vorgesehen.

Bei einem Passagier habe es den Verdacht auf einen Herzinfarkt gegeben, der sich jedoch nicht bestätigt habe, teilte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Sonntag mit. Der Mann habe das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen können. „Das war absolut nichts Ungewöhnliches.“ Die Maschine befand sich auf dem Weg in die USA.

Anfang Januar 2003 hatte ein Irrflieger Frankfurt in Angst und Schrecken versetzt. Mit einem Kleinflugzeug war der Mann zwei Stunden lang zwischen den Wolkenkratzern der Stadt hin und her geflogen. Aus Angst vor einem Terroranschlag wie in New York im September 2001 waren damals Häuser und Straßen geräumt und Phantom-Abfangjäger der Bundeswehr losgeschickt worden. Der Schreckensflug hatte auch eine politische Debatte darüber ausgelöst, ob Zivilflugzeuge im Bedrohungsfall abgeschossen werden dürften. (dpa)

Quelle: HNA

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