Frankfurt testet das Urinal für Frauen

Frankfurt. Als erste Stadt in Deutschland wird die Stadt Frankfurt ab Montag Frauenurinale in einer öffentlichen Toilettenanlage testen. Diese Meldung des städtischen Presseamtes ist nicht etwa ein Scherz, es geht vielmehr darum, Frauen nicht länger zu benachteiligen.

Immer wieder, so die Stadt, gebe es Beschwerden von Frauen darüber, dass Männer ihr kleines Geschäft an Urinalen kostenfrei erledigen können, während Frauen für den Eintritt in eine Kabine immer zahlen müssen.

Zwar will die Stadt mit dem kostenfreien Männerurinal vor allem verhindern, dass die Herren der Schöpfung hinter den Busch gehen, aber sie zeigte dennoch ein Einsehen. Allerdings droht nun vielleicht Ärger mit den Männern, denn natürlich werden Damen in der Testanlage in der B-Ebene der Hauptwache auch für die Nutzung des neuen Urinals in einer Kabine verschwinden.

Da die beiden granitfarbenen Testobjekte jedoch keine Wasserspülung haben, müssen sie auch die sonst dort üblichen 30 Cent nicht bezahlen. Sechs Liter Wasser pro Spülgang werden so nach Auskunft von Planungsdezernatssprecher Mark Gellert gespart, insofern sei das Pilotprojekt natürlich auch im Interesse der Umwelt. In den modernen Urinalen sorgen umweltverträgliche Substanzen dafür, dass kein Geruch entsteht.

Ob Frauenurinale, die zunächst bis August getestet werden sollen, in der Mainmetropole zu einer dauerhaften Einrichtung werden, hängt nun von der Akzeptanz der Nutzerinnen ab. Unter dem Motto „Damenwahl“ fordert die Stadt Frankfurt weibliche Toilettenbesucherinnen deshalb ausdrücklich zum Testen auf und führt Befragungen durch. (wet)

Quelle: HNA

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