Frankfurter Landebahn geht in Betrieb: Merkel landet als erste

Frankfurt. Mit der Ankunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht am Freitag die heftig umstrittene neue Landebahn am Frankfurter Flughafen in Betrieb. Die 2,8 Kilometer lange Betonpiste ist das wichtigste Bauwerk bei der Erweiterung von Deutschlands größtem Airport.

Bei einer kurzen Feier, für die der Flughafenbetreiber Fraport ein Zelt 150 Meter neben der Bahn aufstellt, werden als Redner neben Merkel der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Fraport-Chef Stefan Schulte und Lufthansa-Chef Christoph Franz erwartet. Eine Stunde später soll die erste Linienmaschine aufsetzen.

Merkel vor Flugzeug: Am Freitag will die Bundeskanzlerin die neue Frankfurter Landebahn eröffnen.

Im wenige Kilometer entfernten Flörsheim, das besonders vom Fluglärm betroffen ist, wollen Gegner am Mittag unter dem Motto „Happy Landing - Dirty Landing“ demonstrieren. Zu einer Kundgebung werden bis zu 1000 Teilnehmer erwartet.  In der vergangenen Woche hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) überraschend ein vorläufiges Nachtflugverbot ab 30. Oktober verhängt und daran erinnert, dass die endgültige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über den Ausbau noch immer aussteht. Dabei geht es auch um die von der Landesregierung zugelassenen durchschnittlich 17 Nachtflüge. Der VGH-Beschluss löste heftige Proteste der Luftfahrtbranche aus.

Die Landebahn mit Flugzeugbrücken über die Autobahn entstand in zweieinhalb Jahren Bauzeit im Nordwesten des bisherigen Geländes und soll die Kapazität des Flughafens um 50 Prozent erhöhen. Rund 280 Hektar Wald wurden für die Piste gerodet. Die reinen Baukosten beziffert Fraport auf 600 Millionen Euro, hinzu kommen die Verlagerung des Ticona-Chemiewerks (670 Millionen Euro) und ein Umwelt-Ausgleich für rund 160 Millionen Euro. Der gesamte Flughafenausbau mit neuem Terminal im Süden soll vier Milliarden Euro kosten. (dpa/rpp)

Quelle: HNA

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