Frühpensionierter Lehrer angeklagt

Wetzlar. Ein Lehrer ließ sich in Hessen frühpensionieren, arbeitete aber in der Schweiz weiter: Nun wird der Mann von der Wetzlarer Staatsanwaltschaft wegen Betrugs angeklagt.

Die Anklage gegen den 58-Jährigen laute auf Betrug und zweifachen versuchten Betrug, schreibt die "Gießener Allgemeine Zeitung" am Samstag unter Berufung auf den Sprecher der Wetzlarer Staatsanwaltschaft.

Dem Lehrer wird vorgeworfen, sich durch falsche Angaben ein Gehalt erschlichen zu haben. Der Anfang der Geschichte liegt zwölf Jahre zurück: Der Mann war 1998 in den Vorruhestand versetzt worden, weil ihm ein psychiatrisches Gutachten bescheinigte, dass er den Anforderungen des Schulalltags nicht gewachsen sei.

Dennoch nahm er 2001 eine Lehrerstelle im schweizerischen Bern an. Bis heute nicht zurück im Klassenzimmer Der Lehrer begründete die Annahme der gut dotierten Stelle in der Schweiz damit, dass ihn das deutsche Schulsystem krank gemacht habe. Da die Bedingungen in der Schweiz besser seien, könne er dort unterrichten. Das zuständige Schulamt hatte den Lehrer wegen seiner Tätigkeit in der Schweiz aufgefordert, wieder in Hessen zu unterrichten. (tat)

Quelle: HNA

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