Gedenkstätte fürchtet nach Unglück „Totalschaden“

Rasdorf. Nach dem Einsturz einer historischen Ausstellungshalle aus dem Kalten Krieg befürchten die Verantwortlichen der Gedenkstätte Point Alpha einen „Totalschaden“.

 „Wir müssen bislang davon ausgehen. Wir hoffen aber, dass wir noch etwas retten können“, sagte die stellvertretende Stiftungsdirektorin Stefanie Bode am Montag auf Anfrage. Die Schadenshöhe sei noch unklar, der Verlust angesichts der historischen Stücke ohnehin schwer zu beziffern.

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In dieser Woche will die Gedenkstätte Angebote von Firmen sichten und Fachleute mit der Bergung der Exponate beauftragen. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte sich das Unglück auf dem ehemaligen US-Militärgelände in Rasdorf an der Grenzen von Hessen zu Thüringen ereignet. Unter den Schneemassen auf dem Dach wurden vor allem zwei Helikopter und ein US-Militärfahrzeug aus der Zeit des Kalten Krieges verschüttet. An der 1985 erbauten Halle müsse auch die Statik überprüft, sagte Bode.

Das eingestürzte Gebäude solle auf jeden Fall nach historischem Vorbild wieder errichtet werden. Wie lange das dauern werde, sei ungewiss. Von der Versicherung habe es bereits positive Signale für die Schadensregulierung gegeben. Dennoch sei man auch auf Spenden angewiesen, sagte Bode. Die Landesregierung sowie das US-Militär haben Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt. Im Kalten Krieg lag der mit bis zu 200 Soldaten besetzte US- Beobachtungsstützpunkt Point Alpha weniger als 100 Meter von den Grenzanlagen der DDR entfernt. Heute ist er Grenzmuseum und Gedenkstätte. (dpa)

Quelle: HNA

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