Genmais verunreinigt hessische Felder

Wiesbaden. Auf zwei Bauernhöfen in Hessen müssen gentechnisch verunreinigte Maispflanzen vernichtet werden. Die Betriebe im Landkreis Darmstadt-Dieburg hätten in Bayern unwissentlich verunreinigtes Saatgut gekauft und auf rund zehn Hektar eigener Fläche ausgesät. 

Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstag in Wiesbaden mit. Ministerin Silke Lautenschläger (CDU) war den Angaben nach verärgert: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass jedes Jahr wieder Schlamperei in diesem Bereich ans Licht kommt.“

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Verbraucher und Landwirte hätten ein Anrecht auf gentechnikfreie Agrarprodukte. Die Saatgut-Erzeuger sollten die Bauern entschädigen, forderte Lautenschläger. Den Angaben nach hatten die Landwirte Saatgut mit Spuren der gentechnisch veränderten Maissorte NK 603 gekauft, die in Europa nicht für den Anbau zugelassen ist.

Das bayerische Umweltministerium hatte die Informationen über die Saatgut-Lieferung an die hessischen Behörden weitergegeben. Im vergangenen Jahr musste auf einem Feld im Main-Kinzig-Kreis gentechnisch verunreinigter Mais vernichtet werden. Die staatlichen Kontrollen seien offensichtlich unzureichend, kritisierte die Grünen-Landtagsfraktion in Wiesbaden. (dpa)

Quelle: HNA

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