Konzept für die Lehrerausbildung

Grüne fordern: Mehr Praxis während des Studiums

Wiesbaden. In die schulpolitische Debatte kommt neue Bewegung: Die Grünen haben gestern ein Konzept für die Lehrerausbildung vorgelegt.

Darin fordern sie einen höheren Praxisanteil bereits während des Studiums. Schon nach dem zweiten Semester sollen die Studierenden ein Praxissemester einlegen, um zu überprüfen, ob der Beruf wirklich das Richtige für sie ist.

Ein späteres zweites Praxissemester soll vor allem dem Ziel dienen, Theorie und Praxis besser zu verzahnen. Dafür könne das Referendariat dann von 24 auf 12 Monate verkürzt werden, so der schulpolitische Sprecher der Grünen, Mathias Wagner.

Die FDP verwies darauf, dass der Koalitionsvertrag mit der CDU bereits eine Veränderung der Lehrerausbildung vorsehe. Auch sie habe das Ziel, den Praxisbezug zu erhöhen.

Diskussionsbereit zeigte sich auch die SPD, die eine grundlegende Reform fordert. Unterdessen wurde auch bekannt, dass die Einführung der Bildungsstandards für die Sekundarstufe I, die für das kommende Schuljahr angekündigt waren, um ein Jahr verschoben wird.

Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) versprach eine breite Diskussion, ohne auf die Verzögerung einzugehen. Damit rückt nach Auffassung der Grünen aber auch die Entspannung der Situation für G8-Schüler in weite Ferne. Die Bildungsstandards sollen die Lehrpläne ablösen, die immer noch als zu überfrachtet gelten. (wet)

Quelle: HNA

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