Land Hessen will sich auf Test beschränken

Grüne: Ein Gütesiegel für Wald

Wiesbaden. Hessens Grüne erwarten, dass Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) die Zertifizierung des Staatswaldes nach dem Standard des FSC (Forest Stewardship Council) vorantreibt. Dieser höchste ökologische Standard, der nach Auskunft des forstpolitischen Sprechers der Grünen, Daniel May (Korbach), vergleichbar sei mit dem Bio-Siegel in der Landwirtschaft, verlangt einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald.

Die Zertifizierung stellt Anforderungen an die Baumsortenwahl, die Stilllegung von Flächen, die Kontrolle des Wildbestandes und den streng kontrollierten Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Bioziode). Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag im Landtag vorgelegt.

Waldbesitzer lehnen FSC ab

Laut Umweltministerium werden die 342 000 Hektar Staatswald nach dem PEFC-Standard (Pan-European Forest Certification) zertifiziert. Beim Gütesiegel FSC sei zunächst nur ein Test geplant. Der Waldbesitzerverband lehnt die FSC-Zertifizierung ab, da die Bewirtschaftungsmethoden zu stark verändert werden müssten.

In Hessen gehört etwa ein Drittel der Waldfläche dem Land, ein Drittel den Kommunen und ein Drittel Privaten. Daniel May fordert, dass das Land eine Vorbildfunktion übernimmt. Zudem könne eine Zertifizierung auch zu Wettbewerbsvorteilen führen. (wet/lhe)

Quelle: HNA

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