Grüne: Jäger dürfen keine Haustiere mehr abschießen

Wiesbaden. Die Grünen im Landtag wollen verhindern, dass Hunde und Katzen von Jägern abgeschossen werden. Das Jagdgesetz erlaubt dies für den Fall, dass die Tiere sich außerhalb von bewohntem Gebiet aufhalten.

Der jagdpolitische Sprecher der Fraktion, Daniel May (Korbach), sagte, die von Jägern angeführte Nesträuberei der Katzen sei keine Begründung für den Abschuss, auch andere Tiere raubten Nester aus.

Im vergangenen Jahr wurden laut May rund 1200 Katzen und zwölf Hunde erschossen. Die Grünen fordern außerdem ein Verbot von Totschlagfallen und ein Bejagungsverbot für Iltisse, Baummarder und Wiesel. Sie stünden auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Im Gegensatz zu CDU und FDP, die bereits einen Entwurf für ein neues Jagdgesetz vorgelegt hatten, fordern die Grünen ein generelles Verbot der Wildfütterung.

So sollen die Wilddichte und damit auch die vom Wild angerichteten Verbissschäden verringert werden. Hessen gebe mehrere Millionen Euro im Jahr für Verjüngungsmaßnahmen und Schutzvorrichtungen aus, die dann eingespart werden könnten, meinte May. (wet)

Quelle: HNA

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