"Erinnerung ist keine Schuld"

Heiko Maas gedenkt  Widerständlern des 20. Juli in Imshausen

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Heiko Maas sprach auf einer Gedenkfeier für die Widerständler des 20. Juli ins Imshausen.

Heiko Maas kam zum Gedenken an die Widerständler des 20. Juli nach Imshausen. Mehrere hundert Menschen kamen zur Gedenkfeier.

"Naziherrschaft ist kein Vogelschiss", sagt Heiko Maas ganz unverblümt. Dass die Gewaltherrschaft nicht kleingeredet werden darf, ist Außenminister Maas besonders wichtig. Er würdigte den Einsatz der Widerständler, die alles für die Demokatie bereit waren zu geben und dafür am Ende mit ihrem Leben bezahlten. 

Zu der Gedenkfeier unter dem Kreuz, dass zu Ehren Adam von Trott zu Solz´s errichtet wurde, waren mehrere hundert Menschen gekommen. Während seiner Rede wurde der Außenminister immer wieder von zustimmendem Applaus unterbrochen. 

Mehrere hundert Menschen kamen zur Gedenkfeier.

Maas spricht von Heimat für alle, dem heutigen Widerstand gegen rechte Gewalt und warnte vor Hasstiraden aus dem Internet. Auch in der heutigen Demokratie sei es schwer, aufzustehen und sich für die Freiheit jedes Einzelnen und gegen rechtes Gedankengut einzusetzen, findet der Außenminister. 

Umso bewundernswerter seien die Anstrengungen gewesen, die Adam von Trott zu Solz und seine Mitstreiter aufgebracht hätten. Maas zieht Parallelen in die Gegenwart. So warnt er davor, die Hasser vor den Bildschirmen nicht ernst zu nehmen. "Denn irgendwann wird ein wütender seine Tastatur durch eine Waffe austauschen". 

Auch Walter Lübcke wurde gedacht

Auch an den, von einem mutmaßlich rechtsextremen Hasser erschossenen, Regierungspräsidenten Walter Lübcke denkt Maas in seiner Rede. Der Fall Lübke zeige: "Deutschland hat ein Problem mit rechtem Terror", so Maas. Die Zahlen würden das beweisen, denn die Fälle von rechter Gewalt würden immer mehr. Doch Angst sei keine Reaktion auf diese Entwicklung, denn sie würde nur lähmen. 

Gedenkfeier für Widerständler in Imshausen

Ein Beispiel, wie man dieser Angst nicht nachgibt, sondern sich ihr mutig in den Weg stellt, seien die Widerständler des 20. Juli gewesen." Sie stehen für den Mut zu handeln", beteuert der Außenminister und diesen Mut wünscht er sich für alle Menschen, besonders im Hier und Jetzt.

Von Kim Hornickel

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