Aktion Advent: HNA-Leser helfen seit 35 Jahren Menschen, die unverschuldet in Not geraten

Herz zeigen für die Ärmsten

Wieder dabei: Diane und Frank Schüler, Inhaber des Restaurants Ziegelhütte im Ziegenhainer Schützenwald, und ihre Kinder Moana und Marvin (von links) sammeln für die Aktion Advent. Archivfoto: nh

Kassel. Menschen, die im tiefsten Winter in Hauseingängen schlafen, weil sie keine Wohnung haben, Familien, die sich weder Adventsschmuck geschweige denn Weihnachtsgeschenke leisten können, Rentner, deren Wohnraum aus Kostengründen nicht geheizt wird - das sind nur einige Beispiele von Menschen, die im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung in großer Not leben.

Ihnen widmet sich seit nunmehr 35 Jahren die Aktion Advent unserer Zeitung, die sich zu einer großen Nachbarschaftshilfe entwickelt hat. Wir stellen darin Menschen vor, die ohne eigene Schuld in größte Not geraten und auf Hilfe anderer angewiesen sind.

In all diesen Jahren haben Sie, unsere Leserinnen und Leser, selbstlos geholfen. Im vergangenen Jahr haben Sie wie in all den Jahren zuvor ein Herz für die Ärmsten unter uns bewiesen und fleißig gespendet. 450 000 Euro kamen zusammen. Einen nie da gewesenen Erfolg verzeichneten die Gastwirte und Einzelhandelskaufleute, die die traditionellen Aktion Advent-Spardosen in ihren Restaurants oder Geschäften aufgestellt hatten. Über 60 500 Euro kamen allein dabei zusammen. 493 Familien, Einzelpersonen sowie gemeinnützige Einrichtungen erfreuten wir mit Ihren Gaben.

Die Fälle, die die HNA im Rahmen der Aktion immer donnerstags und samstags in der Zeitung veröffentlicht, sind nur wenige Beispiele einiger Menschen, die Not vieler aber ist riesengroß. Um von den in Not geratenen Mitbürgern in Kenntnis zu kommen, arbeiten wir eng mit den Sozialämtern in unserem Verbreitungsgebiet zusammen. Von Bad Hersfeld bis Kalefeld, von Waldeck bis Eschwege - überall gibt es zahlreiche Familien, aber auch Einzelpersonen, die unverschuldet in Not gerieten. Vom Akademiker, der seinen Job verlor, über die alleinerziehende Mutter, die keine Ausbildung und noch nie eine

richtige Chance im Leben bekommen hat, bis hin zum Rentner, der zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig Rente hat, reichen die Einzelschicksale.

Für sie erbitten wir wieder Spenden von unseren Leserinnen und Lesern. Dabei kommt es nicht auf die Summe an. Auch nur ein paar Cent werden, wenn viele zusammenkommen, zu einer großen Summe. Wie auch in den vergangenen Jahren eröffnet der Verlag Dierichs den Spendenreigen mit einer Einlage in Höhe von 25 000 Euro. Es gibt wieder das beliebte „ Montagsgemähre“ mit Pfarrer Dieter Otto und einem neuen Programm in der Stadthalle Fritzlar. Eine Weihnachtsgala mit klassischer Musik und einem Chor in der Martinskirche in Kassel stimmt im Dezember auf die Adventszeit ein.

Kinder für Nordhessen

Besonders betroffen sind die Kinder. Unzählige kommen ohne Frühstück in die Schule, einige müssen auf weitere Schulbildung verzichten, weil ihre Eltern die Fahrkarte nicht bezahlen können. Hier greift „Kinder für Nordhessen“ ein. Viele Firmen haben sich bereits engagiert und sind Paten von „Kinder für Nordhessen“ geworden.

Auch aus der Aktion Advent fließt ein Teil der Spenden in die Projekte für Kinder. Dazu ist ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet worden, auf das Sie spenden können.

Von Susanne Seidenfaden

Quelle: HNA

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