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So will Hessen gegen Verschwörungsmythen vorgehen

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Von: Luisa Weckesser

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Der Messenger-Dienst Telegram.
Gezielte Aufklärung als Prävention: Hessen gründet Netzwerk gegen Verschwörungsmythen. (Symbolbild) © NurPhoto/imago

Hessen plant ein Präventionsnetzwerk, um gegen Corona-Verschwörungstheorien vorgehen. Wie das ganze funktionieren soll, erfahren Sie hier.

Frankfurt – Das Land Hessen* will mit einem Präventionsnetzwerk gegen Corona-Verschwörungstheorien* vorgehen. „Die Pandemie hat altbekannte Verschwörungstheorien neu belebt und die irrwitzigsten neuen Ideologien sind dazugekommen“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

„Eines haben diese Erzählungen aber gemeinsam: sie haben nichts mit der Realität zu tun. Dennoch verbreiten sich diese haltlosen Theorien virusartig weiter, vornehmlich über soziale Netzwerke wie Telegram.“ Gerade Menschen jüdischen Glaubens würden diffamiert und von Extremisten verleumdet. 

Neben der konsequenten strafrechtlichen Verfolgung werde Hessen deshalb erneut das Präventionsangebot verstärken. „Denn diese oftmals extremistische Form der Desinformation kann wie ein Radikalisierungsbeschleuniger wirken“, mahnte Beuth. „Mit unserem neuen Präventionsnetzwerk werden wir einen wichtigen Beitrag leisten, um Verschwörungserzählungen den Nährboden zu entziehen.“

Gezielte Aufklärung: Hessen gründet Netzwerk gegen Verschwörungsmythen

Mit einer gezielten Aufklärung sollen die Entstehungsgeschichten dieser falschen Theorien offengelegt werden. Nach dem Landtagsbeschluss für den Haushalt 2022 stünden dem Land 300.000 Euro zur Verfügung, um ein Präventionsnetzwerk gegen Verschwörungserzählungen zu gründen.

Verschwörungserzählungen seien gerade seit dem Ausbruch der Pandemie in der Öffentlichkeit allgegenwärtig, begründete der Minister den Schritt. „Sie existieren in nahezu allen Phänomenen des Extremismus und beeinflussen das tägliche Leben und das gesellschaftliche Miteinander zunehmend.“

Hessen gründet Netzwerk gegen Verschwörungsmythen: Informations- und Kommunikationsportal geplant

Das hessische Präventionsnetzwerk gegen Verschwörungserzählungen soll nach Angaben von Beuth aufklären, indem es interessierten Bürgern Informationen zu Verschwörungserzählungen und deren Hintergründen bereitstellt. Zudem werde es Kontakte zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten vermitteln. 

Bereits bestehende zivilgesellschaftliche Präventions- und Beratungsangebote gegen Antisemitismus sollen dafür weiter ausgebaut werden. Daher werde aktuell ein Informations- und Kommunikationsportal konzipiert, das künftig online Informationen und Hintergründe zu Verschwörungserzählungen bereitstellen wird, erklärte Beuth. Flankierend dazu soll das Präventionsnetzwerk mit seinen Angeboten und Aktivitäten im Bereich Social Media aufklären. (dpa/luw)

Auch im Stadtparlament von Frankfurt soll es Antisemitismus* geben. Ein Verordneter berichtet von Bedrohungen durch "gewählte Vertreter", er wird antisemitisch beschimpft. Nun ermittelt der Staatsschutz. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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