Hinterer Platz bei erneuerbaren Energien - Experten: Landespolitik „sehr schlecht“

Hessen holt nur langsam auf

Kassel. Zwar hat das Land Hessen bei der Benotung einen Platz gutgemacht, doch im Bundesländervergleich der Agentur für erneuerbare Energien rangiert es auch in diesem Jahr auf einem der hinteren Ränge - nämlich dem 13.

Bei den industriepolitischen Maßnahmen, beispielsweise bei der Ansiedlungsstrategie, erreicht Hessen sogar nur den letzten Platz unter allen Bundesländern. Auch bei den wirtschaftlichen Erfolgen im Bereich erneuerbare Energien kommt das Land nur auf hintere Plätze.

Die Experten werfen Hessen unter anderem verhaltenen Ausbau von Wind- und Bioenergie vor: Bei der Stromerzeugung aus Windenergie und aus Biomasse landet Hessen jeweils auf Rang 13 bzw. 14. Auch beim Ausbau dieser Energieträger habe sich „nur wenig getan“ (Rang 13 bei Windenergie, Rang 14 bei Wasserkraft).

Heftige Kritik muss vor allem die Landespolitik Hessens für die Nutzung erneuerbarer Energien einstecken: Sie wird von den beteiligten Verbänden als „sehr schlecht“ beurteilt. Nur die Sachsen wurden noch schlechter bewertet.

Lob und vordere Plätze erreichte Hessen nur bei den Beurteilungspunkten Information über Nutzungsmöglichkeiten der erneuerbaren Energien und bei der gesellschaftlichen Akzeptanz (je Platz drei).

Veranstaltet wird der Ländervergleich alle zwei Jahre von der Agentur für erneuerbare Energien. Unterstützer sind Unternehmen und Verbände der Branche sowie das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare