Studie soll Landkreisen Planung erleichtern

Hessen setzt auf Biomasse

Wiesbaden. Bei der Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch setzt Hessen vor allem auf Biomasse. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2020 auf 20 Prozent gesteigert werden. Schon jetzt liegt die Biomasse mit 80 Prozent ganz vorn bei der regenerativen Energieerzeugung. Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) sagte gestern in Wiesbaden, damit liege Hessen zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auch künftig werde Biomasse das Rückgrat des hessischen Energiekonzeptes sein, so die Ministerin.

Wärme aus erneuerbaren Energien wird in Hessen zu 95 Prozent aus Biomasse erzeugt, beim Strom sind es 40 Prozent. Zur Biomasse zählen Holz, Biogas, Stroh, Energiepflanzen und Bioanteile aus Abfällen. Eine vom Witzenhausen-Institut angefertigte regionalisierte Studie zum Biomassepotenzial in Hessen sieht die größten Zuwachschancen für Bioenergie in Nordhessen, speziell in Waldeck-Frankenberg, gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis.

Das Land hat seit 1999 20 Millionen Euro als Fördermittel bereitgestellt. Auch künftig soll die Biomasse gefördert werden, konkrete Summen nannte Lautenschläger aber nicht. (wet)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare