Hessen will Energieverbrauch in Industrieproduktion halbieren

Kassel. In der Industrieproduktion kann nach Ansicht der Landesregierung der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Um solche Einsparungen voranzubringen, hat das Land mit der Universität Kassel und Unternehmen das Projekt „Hessen Innovation für Energie- und Ressourceneffizienz (Hier!)“ aufgelegt.

Das Projekt solle Unternehmen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sagte Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Außerdem sollen deren Mitarbeiter im sparsamen Energieeinsatz in der Produktion aus- und weitergebildet werden. „Heute denkt der Maschinenbauer das nicht automatisch mit“, sagte Lautenschläger. Das Projekt ist mit 2,2 Millionen Euro ausgestattet und auf drei Jahre angelegt. 1,2 Millionen Euro gibt das Land, 500 000 Euro stammen von dem gemeinnützigen Institut NATURpur des Energieversorgers HSE AB (Darmstadt) und 300 000 Euro steuert die Limón GmbH bei.

Das ist eine Ausgründung der Universität Kassel, deren Geschäftsfeldern die Energieeffizienz in Produktionsprozessen gehört. Industrieunternehmen stellen Anlagentechnik im Wert von 115 000 Euro zur Verfügung. Als Beispiel für geringe Energieeffizienz nannte der Maschinenbau- Professor Jens Hesselbach von der Universität Kassel den Einsatz von Druckluft für Herstellungs- und Steuerungsprozesse. Druckluft habe einen Nutzungsgrad von nur fünf Prozent. Um Druckluft-Anlagen zu ersetzen, wie sie beispielsweise VW in Baunatal verwendet, werde die Hochschule ein Modell ohne Druckluft konstruieren - „um zu zeigen, dass es geht“.

Quelle: HNA

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