Hessen will Steuerdickicht lichten

Wiesbaden. Hessen will eine Schneise in das Dickicht der Steuerbestimmungen schlagen. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) hat Vorschläge an den Bund erarbeitetet.

Wenn sie umgesetzt würden, könnten die Steuererklärungen einfacher werden, sagte er in Wiesbaden. Es hänge von den Reaktionen ab, ob Hessen die Gesetzentwürfe im Bundesrat einbringen werde. Hessen setzt vor allem auf Pauschbeträge statt vieler Einzelfallregelungen und Ausnahmen.

Dem Fiskus könnten nach Weimars Schätzung damit 500 Millionen bis eine Milliarde Euro entgehen. Die Vereinfachungen sollen vor allem für Familien und Arbeitnehmer gelten.

So soll die Regel wegfallen, dass Familien Kindergeld oder Kinderfreibetrag nur bekommen, wenn Kinder in der Ausbildung nicht mehr als 8004 Euro verdienen, etwa mit Jobben in den Semesterferien. Für die Werbungskosten von Arbeitnehmern will Weimar ebenfalls eine einfachere Regelung mit getrennten Pauschalen für Fahrtkosten (520 Euro), Computer (100 Euro) und übrige Werbungskosten (300 Euro). (lhe)

Quelle: HNA

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