Feuerwehr kämpft im Winter auch gegen das Wetter

+
Brand in Fuldabrück (Archiv): Zu Einsätzen wie diesen rückt die Feuerwehr täglich in Hessen aus. Doch Brände machen nur noch jeden fünften Einsatz aus.

Kassel. Mit Schnee und Frost hat auch die Feuerwehr in Hessen zu kämpfen. Im Winter löscht es sich anders. Und es brennt auch anders. Ein Bericht von einer Front, an der ein Brand nur noch jeden fünften Einsatz ausmacht.

Ob Sommer oder Winter - die Feuerwehr ist immer bereit für einen Einsatz. Doch je nach Wetter müssen sich die Retter auf unterschiedliche Bedingungen einstellen. „Einsatz und Herangehensweise hängen auch von der Jahreszeit ab“, sagte der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands Hessen, Harald Popp, in Kassel der Nachrichtenagentur dpa. „

Es brennt anders. Im Sommer gibt es eher Flächen- und Waldbrände, im Winter mehr Schornstein- oder Wohnungsbrände.“ Im Winter komme zudem Silvester dazu. Winterliche Bedingungen erschwerten oft die Brandbekämpfung, sagte er. So müsse bei Glatteis zunächst Salz gestreut werden, damit sich die Retter nicht bei Stürzen verletzen, zudem könne das Löschwasser gefrieren. Im Winter gebe es für die Feuerwehrleute warmen Tee, im Sommer dagegen Wasser. Auch das Wetter im Sommer könne den Feuerwehren zu schaffen machen. In einem Vollschutzanzug sei es bei hohen Außen-Temperaturen extrem heiß, sagte Popp.

Insgesamt machen Brände aber nur noch rund ein Fünftel der Feuerwehreinsätze in Hessen aus. Das geht aus dem Brandschutz-Jahresbericht 2011 hervor, den das hessische Innenministerium vor kurzem vorgestellt hat.  „Die Anzahl der technischen Hilfsleistungen hat zugenommen, die Brände gehen zurück“, konstatierte Popp. Die Zahl der Fehlalarme sei in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben, sagte er. Dazu zählen nicht nur böswillige Anrufe, sondern vor allem auch Fehlalarme von gestörten Brandmeldeanlagen. Knapp über 1000 böswillige Alarmierungen gab es. (lhe)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare