Hessischer BUND klagt in Kassel gegen Kohlekraftwerk Staudinger 

Kassel/Frankfurt. Die Front der Kläger gegen den neuen Block im Kohlekraftwerk Staudinger bei Hanau wächst. Nun geht auch der Landesverband Hessen des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) juristisch gegen das Milliardenprojekt des Energie-Riesen Eon vor.

Der Konzern will einen sechsten Kraftwerksblock in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) an der bayerisch-hessischen Landesgrenze bauen. Für den 1100-Megawatt-Block wurde Ende 2010 eine erste Teilgenehmigung erteilt. Dagegen klagen der bayerische Landesverband des BUND sowie die Kommunen Hanau, Hainburg und Alzenau (Bayern) vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

Nach Auffassung der beiden Landesverbände des BUND verursacht Block sechs massive Klima-, Umwelt- und Gesundheitsbelastungen und ist deshalb nicht genehmigungsfähig. Thomas Rahner, Vorstandsmitglied des BUND Hessen, sagte am Donnerstag: „Der seit Anfang 2010 europaweit geltende gesetzliche Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid wird an vielen Messpunkten im Ballungsraum Rhein-Main überschritten.

Durch Block 6 wird die Stickstoffdioxidbelastung rechtswidrig weiter ansteigen.“ Die Quecksilberbelastung des am Kraftwerk vorbeifließenden Mains sei bereits jetzt schon zu hoch und würde mit dem Betrieb von Block sechs um bis zu 50 Prozent zusätzlich belastet. (dpa)

Quelle: HNA

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