Hoff will Mandat "schweren Herzens" niederlegen

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Volker Hoff

Wiesbaden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Hoff wird sein Mandat nun doch niederlegen. Der 51-Jährige war heftig kritisiert worden, weil er am Montag seinen neuen Job als Cheflobbyist für den Opel antreten und zugleich Abgeordneter hatte bleiben wollen.

Hoff sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, er könne die Kritik, die auch von SPD und Grünen kam, nicht nachvollziehen. Die Oppositionsparteien, aber auch weite Teile der Öffentlichkeit hatten kritisiert, dass Hoff Diener zweier Herren sein wolle, da zu erwarten sei, dass Opel neuen Staatsbürgschaften beantragt.

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Die Sache hatte zudem ein Geschmäckle, da Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sich im vergangenen Jahr massiv für die Opel-Rettung engagiert hatte. Hoff zählt zum engen politischen Freundeskreis von Koch.

Hoff sagte, er habe sich aus Verantwortung für seine Partei und seinen neuen Arbeitgeber schweren Herzens zu dem Schritt entschlossen. Er räumte ein, die kritischen Reaktionen in den vergangenen Tagen so nicht erwartet zu haben. Die CDU hatte den Abgeordneten unterstützt, während der Koalitionspartner FDP zumindest anfänglich auf Distanz gegangen war.

Aber auch intern soll es Kritik daran gegeben haben, dass Hoff glaubte, ein Mandat ohne Weiteres mit einem Vorstandsjob bei Opel unter einen Hut bringen zu können. Der Ex-Ministerpräsident von Thüringen, Dieter Althaus, tritt am Montag einen Vorstandsjob beim österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna an. Auch er soll dort als Lobbyist tätig sein. Althaus hatte sofort angekündigt, sein Landtagsmandat in Thüringen nieder zu legen. Noch am Freitag hatte Hoff erklärt, Althaus sei Althaus und Hoff sei Hoff. (wet)

Quelle: HNA

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