IG-Metaller protestieren gegen Leiharbeit

Frankfurt. Trotz Schnee und Kälte hat die IG Metall am Donnerstag in 34 hessischen Industriebetrieben gegen Leiharbeit demonstriert. Unter dem Motto „Arbeit - sicher und fair“ forderten bis zum Mittag mehr als 5000 Arbeiter gleiche Löhne von Zeitarbeiten und fest angestelltem Personal.

In etlichen Betrieben seien die Aktionen aber noch nicht beendet, sagte eine IG-Metall-Sprecherin in Frankfurt auf Nachfrage. Im gesamten Bezirk Frankfurt mit Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen mehr als 17 000 Menschen in über 70 Betrieben an dem Aktionstag teil.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmensverbände (VhU) kritisierte die IG-Metall-Proteste. Die Zeitarbeit habe sich zu einer „unverzichtbaren Schlüsselbranche“ entwickelt, sagte Volker Fasbender VhU-Hauptgeschäftsführer.

„Für viele gering Qualifizierte in der Zeitarbeit würde die wohlklingende Forderung nach gleichem Lohn nicht Arbeit, sondern Arbeitslosigkeit bedeuten.“ Die Gewerkschaften sollten deshalb ihre Amokfahrt gegen die Zeitarbeit sofort beenden.

Die IG Metall zu dem Aktionstag aufgerufen, nachdem sich Regierung und SPD auf einen Kompromiss zur Hartz-IV-Reform geeinigt hatten. Teil des Pakets ist eine Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter, die der IG Metall aber nicht weit genug geht. (lhe)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare