Islam-Unterricht an Hessens Schulen rückt näher

Wiesbaden. Der Dachverband der türkischen Moscheen Ditib will Partner der hessischen Landesregierung für islamischen Religionsunterricht werden. Als erste große muslimische Organisation reichte sie am Montag in Wiesbaden einen entsprechenden Antrag ein.

Dies sei ein erster Schritt, sagte der Ditib-Landesvorsitzende Fuat Kurt. Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagte, der Antrag für einen konfessionsgebundenen Religionsunterricht werde genau geprüft.

Es sei unklar, wie lange das dauern werde. Die Landesregierung müsse auch entscheiden, ob nicht zusätzlich zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht auch ein Fach Islamkunde eingeführt werde. (dpa)

Hintergrund: Ditib

Die Türkisch-Islamische Union Ditib zählt zu den größten islamischen Organisationen in Deutschland. Sie ist ein Dachverband der türkisch-islamischen Vereine und wurde 1984 gegründet. Die Ditib gilt als gemäßigt orthodox und stark von der staatlichen Religionsbehörde der Türkei beeinflusst. In ihr sind deutschlandweit etwa 900 Moscheenvereine mit mehr als 220 000 Mitgliedern organisiert. In Hessen vertritt der Landesverband nach eigenen Angaben etwa 12 000 eingetragene Mitglieder. Vorsitzender ist Fuat Kurt.

Quelle: HNA

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