Große Nachfrage

Kaum Bauplätze im Kreis Fulda: So reagieren die Kommunen

Bauland für Familienhäuser
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Neubau am Dorfrand? Die Kommunen im Landkreis Fulda wollen in Zukunft lieber den Fokus auf die Vermeidung von Leerständen im Ortskern legen. (Symbolfoto)

Bauen wird nicht nur teurer, für potentielle Eigenheimbesitzer wird es auch immer schwerer Bauplätze zu finden. Im Landkreis Fulda und Umgebung suchen die Kommunen nach Lösungen. Eine davon könnte die Verringerung von Leerständen sein.

Fulda - „Genau 0“, antwortet Heiko Stolz (CDU), Bürgermeister von Neuhof, auf die Frage, wie viele kommunale Bauplätze er gerade anbieten kann. Damit steht die Kali-Gemeinde in der Region nicht alleine da – und auch die zweite Antwort ist so ähnlich derzeit fast überall zu hören: „Im Moment stehen 200 Namen auf unserer Interessentenliste für einen Bauplatz.“ 200 Bauwillige - 0 Grundstücke.

Bauland ist knapp, also beschreiten die Kommunen im Kreis Fulda mehr und mehr andere Wege*: Sie eisen Baulücken frei oder beleben Leerstände in den Ortskernen – ein mühsames Geschäft. Neuhofs Bürgermeister zum Beispiel hat ein Kataster anlegen lassen. 120 Baulücken sind darin aufgeführt. „Die meisten befinden sich in Privatbesitz. Für sie gilt oft keine Bauauflage.“ Es besteht also keine Pflicht, die Flächen innerhalb einer bestimmten Frist zu bebauen. „Viele halten die Grundstücke für die Kinder und Enkel in der Hinterhand“, sagt Stolz. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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