Schutz vor Drogen: Keine Essenspakete mehr für Häftlinge

Wiesbaden. Häftlinge in Hessen werden zu Weihnachten auf Pakete mit Plätzchen und Kuchen verzichten müssen. Seit Montag sind neue Gesetze zum Strafvollzug in Kraft, die unter anderem Postsendungen mit Lebensmitteln für Gefangene verbieten.

Damit wolle man eine mögliche Einfuhrquelle für Drogen eindämmen, sagte eine Sprecherin des hessischen Justizministeriums am Montag in Wiesbaden. Die Gefangenen erhielten aber zweimal im Jahr eine Extra-Geldbetrag, um sich im Gefängnisverkauf eindecken zu können. Der Empfang von Päckchen war auch schon vorher eingeschränkt.

Auch Handygespräche in Gefängnissen dürfen aufgrund der neuen Rechtslage nun blockiert werden. Allerdings sind die „Handyblocker“ derzeit noch nicht in Betrieb, da dies technisch nicht ganz einfach sei, sagte die Sprecherin. Mit der Eröffnung des Neubaus der Justizvollzugsanstalt Frankfurt I in der ersten Jahreshälfte 2011 solle die erste derartige Anlage in Betrieb gehen. Die anderen Gefängnisse würden dann Zug um Zug nachgerüstet.

Damit soll verhindert werden, dass etwa Untersuchungshäftlinge unkontrolliert telefonieren können und dabei Zeugen bedrohen oder Beweise beseitigen. Die neuen Gesetze waren auf den Weg gebracht worden, weil seit der Föderalismusreform die Länder für den Strafvollzug zuständig sind. (lhe)

Quelle: HNA

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