Raumordnungsverfahren für 380-Kilovolt-Leitung angelaufen: Info-Abende

650 Kilometer Starkstromtrasse in Niedersachsen und Hessen werden überprüft

Kassel/Göttingen. Das Raumordnungsverfahren für die Starkstromleitung von Wahle (Landkreis Peine) nach Mecklar (Kreis Hersfeld-Rotenburg) hat in dieser Woche begonnen.

Das Unternehmen Transpower aus Bayreuth, das ab 2015 über die Höchstspannungsleitung Strom aus Windenergieanlagen an den Küsten in die Ballungsgebiete transportieren will, hat dafür bei den Landesbehörden von Hessen und Niedersachen 650 Kilometer Trassenvarianten in das Verfahren eingebracht, berichtete gestern Pressesprecherin Joelle Bouillon. Tatsächlich beträgt die Entfernung Wahle - Mecklar etwa 190 Kilometer.

In Niedersachsen werden fünf Trassenvarianten untersucht, in Hessen sind es zwei. Die westliche Variante quert im Altkreis Münden die Gebiete von Jühnde, Hann. Münden und Staufenberg und wechselt bei Niestetal ins Hessische. Die Trasse führt durch Kaufungen, Lohfelden und Söhrewald nach Melsungen und von dort nach Mecklar. Die Osttrasse führt durch den Werra-Meißner-Kreis.

 Entlang der von Transpower als gleichwertig angesehenen Leitungsvarianten gibt es teilweise starke Widerstände von Bürgerinitiativen, die eine Verschandelung der Landschaft durch die 60 Meter hohen Masten und Belastungen durch Elektrosmog fürchten. Sie fordern eine Erdverkabelung, besonders in wohnortnahen Gebieten.

Insgesamt bietet Transpower acht Informationsabende an, die jeweils um 19 Uhr beginnen. Im Werra-Meißner-Kreis laufen sie am Montag, 14. Juni, in Melsungen in der Kulturfabrik und im Bürgerhaus von Meißner-Abterode.

Im Raum Göttingen finden sie am Mittwoch, 16. Juni, in der Stadthalle von Northeim und der Mensa am Wilhelmsplatz (Alter Kinosaal) in Göttingen statt.

Interessierte können hier Fragen stellen und Einsicht in die Planungsunterlagen nehmen. Die liegen auch ab sofort in den Rathäusern der Kommunen entlang der Trassenvarianten aus.

In dem Raumordnungsverfahren, das bis Ende August dauern soll, prüfen die Behörden die Trassen auf ihre Eignung und Beeinträchtigungen von Umwelt und Siedlungen und geben dann eine Empfehlung ab. Einwendungen von Privatpersonen müssen bis Ende August in den Rathäusern vorliegen. (tom)

Quelle: HNA

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