Ab Dienstag vor Gericht

Kirchenmitarbeiter soll Millionen veruntreut haben

Limburg. Wegen Veruntreuung in Millionenhöhe muss sich ein früherer Mitarbeiter des katholischen Bistums Limburg ab Dienstag vor Gericht verantworten. Die Anklage legt dem 55- jährigen Mann zur Last, das Bistum in den letzten Jahren um 2,7 Millionen Euro geschädigt zu haben.

Der Angeklagte leitete bis zu seiner Festnahme im Oktober 2009 das Rentamt von Hadamar, eine Finanz- und Verwaltungsstelle für 170 Kirchengemeinden im nördlichen Teil des Bistums.

Taten aus der Zeit vor 2004 sind verjährt, doch die Kirchenleitung geht davon aus, dass der Mann seit 1983 etwa 4,8 Millionen Euro beiseitegeschafft hat. Bei einer Verurteilung wegen Untreue in einem besonders schweren Fall drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. Von dem Geld soll der Beschuldigte unter anderem Häuser für sich und seine Töchter gebaut haben.

Der Leitung des Bistums war die Veruntreuung über Jahre nicht aufgefallen. Erst die Umstellung der Kirche auf kaufmännische Buchführung seit 2006 entlarvte den Angeklagten.

Quelle: HNA

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