Immer mehr Kindergärten machen bei Aktion „Felix - Wir singen gern“ mit

Kleinkinder fördern mit Gesang

Eifrig dabei: Auch die Kleinsten singen gern. Der Deutsche Chorverband zeichnet Kindergärten, in denen regelmäßig gesungen wird, mit der Plakette „Felix - Wir singen gern“ aus. Foto: dpa

Kassel. Kleine Kinder können oft bereits vier Oktaven singen und entwickeln ein gutes Gespür für Klänge und Rhythmen. Diese Fähigkeiten können bereits im Kindergarten erkannt und gefördert werden.

Der Deutsche Chorverband, zu dem auch der in Nordhessen und Südniedersachsen beheimatete Mitteldeutsche Sängerbund (MSB) gehört, hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Singen im Kindergarten zu unterstützen und auszubauen. Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es für Kindergärten, die sich besonders im musikalischen Bereich betätigen, eine Auszeichnung: Die Plakette „Felix - Wir singen gern“.

Darüber hinaus bietet der MSB Fortbildungen für Kindergärtnerinnen an. Zahlen, wie viele Kindergärtnerinnen an Felix-Weiterbildungen teilgenommen haben, gibt es nicht, da die Veranstaltungen vor Ort organisiert werden. Informationsveranstaltungen der Sängerkreise sorgen für immer mehr Bewerbungen von Kindergärten für die Felix-Plakette.

Liederbücher und Puppen

Sie wird für drei Jahre an die Kindergärten verliehen. In Hessen waren nach Angaben von Monika Asthalter, Öffentlichkeitsreferentin des MSB, bereits 210 Kindereinrichtungen dabei, davon 56 aus dem Bereich des MSB. In Niedersachsen waren es über 520 Kindergärten, deutschlandweit über 3100. Zur Unterstützung der Aktion gibt es Liederbücher, ein Handbuch und eine Handpuppe vom Deutschen Chorverband. Der Verband ist überzeugt, dass die Freude am Singen schon im frühen Kindesalter geweckt werden kann. Damit könnten auch die sozialen, intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten nachhaltig gefördert werden. Auch die kindliche Sprachentwicklung werde verbessert. Schließlich, so der Chorverband, könne eine positive Musikerfahrung ein Schlüsselerlebnis sein, wenn es darum gehe, Kinder für ein gutes soziales Klima zu sensibilisieren. Schließlich biete Musikerziehung eine gute Chance, Aggression und Gewalt zu verringern.

Wichtig ist dem Chorverband, dass die Kinder nicht als geordneter Chor, sondern spielerisch an das Singen herangeführt werden sollten. Es gebe Kinderlieder in großer Fülle, die zum Klatschen, Tanzen, Fantasieren, Hüpfen und Springen animierten. Sei seien leicht erlernbar, aber nicht anspruchslos.

Von Peter Klebe

Quelle: HNA

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