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Klose: Opfer sollten über Mahnmal entscheiden

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Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne)
Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat Pläne für ein Mahnmal für die Opfer sexueller Gewalt in der ehemaligen Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim grundsätzlich begrüßt. Erinnern, Mahnen und Gedenken an öffentlichen Orten sei wichtig und richtig „und daher unterstützen wir das auch finanziell“, sagte er am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden.

Wiesbaden - „Aber es ist ausdrücklich die Entscheidung der Betroffenen, ob, wie und wo sie erinnern möchten“, betonte Klose.

Das Land arbeite intensiv daran, Kinder und Jugendliche noch besser vor sexueller Gewalt und Missbrauch zu schützen. „Wir dürfen aber gleichzeitig nicht vergessen, dass Kinder in der Vergangenheit im Stich gelassen wurden und das Unrecht geschehen ist“, sagte Klose. Vor mehr als zehn Jahren war der jahrelange systematische sexuelle Missbrauch von Schülern an der Odenwaldschule ans Licht gekommen. Studien zufolge sollen mehr als zwei Dutzend Lehrkräfte und andere Mitarbeiter der Schule an den Verbrechen an bis zu 900 Schutzbefohlenen beteiligt gewesen sein.

Die AfD-Landtagsfraktion forderte einen Gedenkort mit einem Informationszentrum. Für die Opfer sei es zu wenig, nur ein stilles Denkmal zu veranlassen, erklärte der bildungspolitische Sprecher Heiko Scholz. dpa

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