Peter Klebe über den Modellversuch mit Schulmilch

Kommentar: Gesünder ernähren

Die Zahlen sind alarmierend: In 20 Jahren ist der Konsum von Milch an den hessischen Schulen um drei Viertel zurückgegangen. Jedes Kind nimmt im Durchschnitt nur einen einzigen Esslöffel Milch pro Tag zu sich. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Viele Jungen und Mädchen kommen entweder ganz ohne Frühstück oder mit ungesunder Kost zur Schule. Dem muss gegengesteuert werden.

Der gestern gestartete Modellversuch mit Milch-Automaten geht in die richtige Richtung. Kühle und frische Milch wird allemal lieber getrunken als warme aus Tüten am Kiosk oder in der Cafeteria. Aber Sinn hat das Projekt nur, wenn es flächendeckend läuft. Bislang bietet nur ein Viertel aller Schulen in Hessen überhaupt Milch an.

Das Land bezuschusst seit vielen Jahren die Schulmilch. Das ist gut so. Denn das Programm kann ein genereller Anstoß zu gesünderer Ernährung werden. Wenn sich Kinder Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems oder Gelenkschäden nicht mehr anessen, werden langfristig Kosten gespart. Auch die heimischen Milchbauern profitieren. Es wäre falsch, das Projekt eines Tages dem allgemeinen Sparzwang zu opfern.

Quelle: HNA

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