Peter Klebe über Tempo 30 bei Nacht

Kommentar: Kurioses Bild

Frankfurt Tempo 30

Frankfurt plant drastische Maßnahmen zum Lärmschutz: Auch auf den Hauptverkehrsstraßen könnte künftig in den Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr Tempo 30 angeordnet werden - ein Kommentar.

Zugegeben: Das Bild von Autos, die mitten in der Nacht mit Tempo 30 über die breiten, gut ausgebauten Hauptstraßen der Frankfurter Innenstadt zuckeln, mutet kurios an. Bevor die Stadt das Tempolimit flächendeckend vorschreibt, muss sie genau prüfen, ob ein Auto, das 50 Kilometer pro Stunde fährt, wirklich wesentlich lauter ist. Deshalb ist es gut, dass der Erlass für Tempo 30 nur dann wirksam werden kann, wenn eine Lärmminderung um mindestens drei Dezibel nachgewiesen wird.

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Wichtiger ist zunächst, die Einhaltung des bereits bestehenden Limits von 50 km/h genauer zu überwachen und zu bestrafen. Den Krach verursachen meist die Raser, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Das darf nicht dazu führen, dass alle, die nicht zu schnell auf den meist leeren Straßen unterwegs sind, künftig noch mehr ausgebremst werden. Lärm macht krank und muss bekämpft werden, keine Frage. Deswegen sollte aber niemand in blindwütigen Aktionismus verfallen.

kle@hna.de

Quelle: HNA

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