Kostenexplosion wegen Schlaglöchern erwartet

Angesichts des harten Winters und der Kraterlandschaften auf den Straßen erwartet der Hessische Städte- und Gemeindebund gewaltige finanzielle Belastungen für die Kommunen.

„Die Kosten werden wegen der Schlaglöcher explodieren“, warnte Verbandsreferent Martin Grobba am Mittwoch. Bereits nach dem vorigen, harten Winter hätten Städte und Gemeinden lediglich Geld gehabt, um die Schäden notdürftig zu reparieren. Die geflickten Löcher werden nun wieder aufreißen, sagte Grobba.

Der Hessische Städte- und Gemeindebund befürwortet die Idee eines Sonderprogramms der Bundesregierung. Mecklenburg-Vorpommern hatte jüngst Millionen-Hilfe aus Berlin ins Gespräch gebracht. „Solch ein Programm ist sinnvoll und erforderlich. Die Kommunen sind kaum noch in der Lage, ihre Straßen vernünftig zu unterhalten“, sagte Grobba.

Der Fachmann sieht für die kommenden Jahre noch viel größere Probleme auf die Kommunen zukommen. „Es gibt einen riesigen Sanierungsstau. Die meisten Straßen in Deutschland wurden in den 1960er und 70er Jahren gebaut.“ Es wäre nun an der Zeit, viele Fahrbahnen von Grund auf zu erneuern. Doch dazu fehlt das Geld.

Die Flickschusterei der Straßen macht laut Verband keinen Sinn. „Wenn nicht alle Rillen wirklich dicht sind, platzen die reparierten Stellen nach dem Frost wieder auf. Aber viele Kommunen haben halt nur Geld, um die Löcher notdürftig zuzuschmieren.“ Ortsdurchfahrten würden ja noch einigermaßen in Schuss gehalten, Nebenstraßen aber seien schon jetzt oftmals in einem „erbärmlichen Zustand“. (dpa)

Quelle: HNA

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