Gesellschaft für Konsumforschung bewertete Handel

Landkreis Kassel ist bei Kaufkraft in Nordhessen spitze

Kreis Kassel. In Sachen Kaufkraft seiner Einwohner liegt der Landkreis Kassel in Nordhessen auf dem ersten Platz. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor.

Dahinter folgen Stadt Kassel und der Schwalm-Eder-Kreis sowie auf den Plätzen vier bis sieben die Kreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner.

Nach Angaben der GfK liegt die Kaufkraft in unserem Landkreis pro Kopf in diesem Jahr bei 20 477 Euro. Zum Vergleich: Statistisch gesehen hat jeder Einwohner in der Stadt Kassel 1110 Euro weniger Kaufkraft. Am unteren Ende der Skala liegen die Einwohner des Werra-Meißner-Kreises, sie haben pro Kopf im laufenden Jahr eine Kaufkraft von 17 975 Euro und damit rechnerisch 2502 Euro weniger als die Menschen in unserem Landkreis. Auch bundesweit ist der Kreis Kassel mit Platz 170 von 402 deutschen Kreisen im vorderen Drittel zu finden.

Anziehungskraft bewertet

Beim so genannten Kaufkraftindex steht der Landkreis Kassel mit einem Wert von 99,3 im Bezug auf den Bundesdurchschnitt (100) ebenfalls gut da. Für ganz Deutschland betrachtet existiert im Landkreis somit eine minimal unterdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft pro Kopf.

Die Forscher haben aber auch die Anziehungskraft des Einzelhandels in ganz Deutschlands untersucht: Die „Einzelhandelszentralität“ weist laut der GfK die Handels-Attraktivität einer Stadt beziehungsweise einer Region aus.

Eine attraktive Stadt zeichne sich dadurch aus, dass sie mehr Kaufkraft an sich binden könne als ihre Einwohner zur Verfügung haben. Die Zentralität im Landkreis Kassel liegt laut Cornelia Lichtner von der GfK deutlich unter dem ausgeglichenen Wert 100, nämlich bei 79,9, ein Trend der jedoch in den meisten Landkreisen vorhanden sei.

Von Nicolai Ulbrich und Anne Quehl

Quelle: HNA

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