„Wir sind Knechte“

Landwirte ärgern sich über niedrige Milchpreise

Kühe auf einer Weide.
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Für viele Landwirte sind Milchkühe ihr Hauptgeschäft - mit wachsenden Problemen.

Es ist nicht allzu lange her, dass Landwirte in Deutschland ob der niedrigen Milchpreise bei stetig steigenden Kosten demonstriert haben. Auch die Landwirte im Kreis Fulda ärgern sich über den Milchpreis, da gleichzeitig die Kosten immer weiter steigen.

Fulda - Der 30-jährige Benedikt Reinhardt aus dem Landkreis Fulda hat seinen Hof in Eckweisbach in der Rhön. Neben 200 Legehennen im Freiland hält er 80 Milchkühe. Diese machen sein Hauptgeschäft aus. Seit zwei Jahren, so berichtet Landwirt Reinhardt, stagniere der Milchpreis auf niedrigem Niveau.* Zwar habe der Milchpreis in der Region im vergangenen Jahr über dem Bundesdurchschnitt gelegen, eine gerechte Entlohnung stelle er dennoch nicht dar.

Der Grundpreis für den Liter Milch liege derzeit bei etwa 31,5 Cent. Berechne er darauf aufbauend einen Stundenlohn, liege er weit unter dem Mindestlohn. Um bei einem Stundenlohn von knapp unter 20 Euro zu landen und damit „für unser Wissen vernünftig entlohnt zu werden“, müsste der Milchpreis mindestens 45 Cent betragen, rechnet er vor. Reinhardt beklagt: „Wir sind Knechte auf unserem eigenen Hof.“ *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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