Laubfrosch soll wieder öfter quaken

DIEBURG. Mit dem stark bedrohten Laubfrosch soll es in Hessen wieder aufwärts gehen. Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) hat am Mittwoch im südhessischen Dieburg ein auf drei Jahre angelegtes Projekt vorgestellt. Bestehende Biotope sollen verbessert, Tümpel neu angelegt werden. Naturschutzbund Hessen, Landesregierung und Stiftung Hessischer Naturschutz investieren zusammen rund 160 000 Euro.

Experten schätzen, dass es in Hessen an 40 Orten noch knapp 15 000 der daumengroßen Frösche gibt, 20 Prozent weniger als in den 1980er-Jahren. Gründe sind Flurbereinigungen, der Einsatz von Chemie und Gewässer, in die Fische gesetzt werden. Sie fressen die Eier des Frosches. Nun soll der flinke Kletterer an mindestens 100 Orten eine neue Chance bekommen. Er mag Lebensräume mit Hecken und Tümpeln.

Den Laubfrosch haben die Brüder Grimm in ihrem Märchen „Der Froschkönig“ verewigt, als „Kermit“ führt er durch die „Muppet Show“, im Einmachglas gilt er als Wetterfrosch. Schwerpunkte des Vorkommens sind der Kreis Darmstadt-Dieburg und die Wetterau. (lhe)

Quelle: HNA

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