Licht aus im Leuchtturm - Kommentar zu Beberbeck-Plänen

Aus und vorbei: Die hessische Landesregierung zieht offenbar einen Schlussstrich unter die Pläne für das Ferienresort Beberbeck. Das wurde am Dienstag im Landtag klar. Ein Kommentar von Peter Kilian.

Wenn es noch deutlicher Worte aus Wiesbaden zum Ferienresort Beberbeck bedurfte, dann kamen sie am Dienstag aus dem Mund des hessischen Wirtschaftsministers, Dieter Posch. Der Kaufvertrag für das benötigte Domänengelände wird nicht wirksam, wenn die dafür festgelegten Bedingungen nicht erfüllt sind, sagte der FDP-Politiker in der Fragestunde im Landtag.

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Und diese Bedingungen müssen bis zum 31. Dezember 2010 erfüllt sein, wie es in dem Vertrag zwischen der Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck und dem Land Hessen heißt. Eine Verlängerung des sogenannten Closing-Termins schloss der Wirtschaftsminister aus.

Damit wird das von Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler seit fünf Jahren mit aller Energie vorangetriebene Ferienresort Beberbeck faktisch zu Grabe getragen. In den verbleibenden knapp drei Wochen ist es unmöglich, alle Voraussetzungen zu erfüllen, um das 800 Hektar große Domänen-Gelände einem privaten Investor zum Bau der Ferienanlage zu übertragen. An die Realisierung des Projektes glaubten zuletzt ohnehin nicht einmal mehr die Befürworter. Zu oft schon waren angekündigte Termine geplatzt, zu denen Investoren präsentiert werden sollten. Zu massiv formierte sich auch in der Öffentlichkeit Widerstand gegen die Ferienanlage, die seinerzeit als Leuchtturm-Projekt für die gesamte Region beworben wurde. Die Reißleine, die Bürgermeister Sattler immer ziehen wollte, wenn Beberbeck nicht zu realisieren sei, wurde ihm in Wiesbaden aus der Hand genommen.

Von Peter Kilian

Quelle: HNA

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