Lindner verbittet sich Ratschläge zur FDP-Zukunft

Stadtallendorf. FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat sich Ratschläge von anderen Parteien zur Zukunft der Liberalen verbeten. Die Erneuerung der FDP müsse aus ihren eigenen Traditionen kommen, sagte Lindner am Samstag in Stadtallendorf auf dem Parteitag der hessischen Liberalen.

Die FDP werde es SPD-Chef Sigmar Gabriel und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast nicht erlauben, sie an den Rand zu drängen, rief Lindner unter dem Applaus der rund 300 Delegierten. Lindner mahnte in der Debatte über die deutschen Atomkraftwerke „Rationalität und Realismus“ an. Schnellschüsse dürfe es nicht geben. „Wir wollen Kernkraftwerke schneller abschalten, aber nicht die Vernunft“, sagte der Generalsekretär. Die Energieversorgung müsse sicher und bezahlbar bleiben.

Lindner nannte mehrere weitere Themenbereiche, die bei der inhaltlichen Erneuerung der FDP eine Rolle spielen würden, und grenzte seine Partei dabei scharf gegen die Grünen ab. „Wir betrachten die Bürgerinnen und Bürger als Erwachsene, die ihr Leben in die Hand nehmen“, sagte Lindner. Grünen-Chefin Claudia Roth warf er dagegen vor, die Menschen nicht ernst zu nehmen. Sie behandle gesetzlich Versicherte wie Kinder, die Arzt-Rechnungen nicht verstehen könnten.

Als wichtiges Themen nannte Lindner auch die Forderung nach einer aktiveren Arbeitsmarktpolitik, die die Menschen fördere und nicht ihre Arbeitslosigkeit. Die FDP wolle sich zudem weiter für den Schutz persönlicher Daten im Internet einsetzen. Lindner sprach sich für eine fordernde Integrationspolitik aus. Leitbild müsse „die Wertordnung unseres Grundgesetzes sein“. Nicht der Glaube der Menschen solle ausschlaggebend sein, sondern ihre Bereitschaft, die in Deutschland geltenden Gesetze zu beachten. (dpa)

Quelle: HNA

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