LKA in Mainz ermittelt gegen Thurau

Frankfurt/Mainz. Die Ermittlungen gegen die Chefin des hessischen Landeskriminalamts (LKA), Sabine Thurau, wegen uneidlicher Falschaussage übernimmt das LKA in Mainz.

Das berichtete die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag und gab zur Erklärung Neutralitätsgründe an. Damit werde vermieden, dass die LKA-Chefin von Mitarbeitern vernommen werden müsse. Die zuständige Dezernentin bei der Frankfurter Anklagebehörde habe dies mit dem rheinland- pfälzischen LKA abgesprochen. Thurau droht im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe, hieß es in Fachkreisen.

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Die Ermittlungen würden voraussichtlich noch zwei bis drei Monate dauern. Thurau soll im September 2009 bei einer Aussage vor Gericht gegen einen Hauptkommissar gelogen haben. Diesem war vorgeworfen worden, auf einer Dienstreise nach Brasilien zu Unrecht mit einem Mietwagen privat die Küste bereist und dem Land Hessen damit einen Schaden von 572 Euro zugefügt zu haben.

In erster Instanz wurde der Polizist zu einer Geldstrafe verurteilt. Thurau war damals Vize-Präsidentin des Frankfurter Polizeipräsidiums und hatte als Vorgesetzte gegen ihn ausgesagt. Der Polizist hat gegen das Urteil Revision beantragt. Sein Verteidiger erstattete im April die Strafanzeige gegen Thurau. (lhe)

Quelle: HNA

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