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Geldregen von Mainz: Polizei löst Rätsel

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Von: Sebastian Richter, Florian Dörr

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Das Rätsel der vom Himmel fallenden Geldscheine in Mainz ist gelöst.
Das Rätsel der vom Himmel fallenden Geldscheine in Mainz ist gelöst. © Jens Büttner/dpa

Plötzlich regnet es Geldscheine: Ein Vorfall aus Mainz-Lerchenberg sorgt für Aufregung. Die Polizei konnte die Herkunft der Scheine klären – darf aber nichts verraten.

Update vom Samstag, 28. Mai, 13.15 Uhr: Der Geldregen von Mainz ist geklärt – zumindest für die Polizei. Wie die Beamten am Samstag mitteilten, habe sich die Person, der das Geld abhandengekommen war, bei der Polizeistation gemeldet und glaubhaft begründet, der Besitzer der Geldscheine im fünfstelligen Betrag zu sein.

Die Person mittleren Alters, welche von der Polizei nicht genauer benannt wird, sei am Freitagabend auf dem Lerchenberg erschienen, so die Polizei Mainz in einer Mitteilung. Dort habe die Person den Fall erklärt. Für die Beamten seien die „Hintergründe dazu, sowie der legale Besitz des Geldes“ nachvollziehbar gewesen. „Weitere Auskünfte zur Person und zum Geld werden zum Schutz der Persönlichkeitsrechte dieser Person nicht gegeben“, heißt es weiter.

Geld fällt in Mainz vom Himmel: Polizei appelliert an Finder

So bleibt für die Menschen in Mainz weiterhin unbekannt, wie es zu dem plötzlichen Geldregen kommen konnte. Dennoch bedankt sich die Polizei bei allen, die bisher Geldscheinen bei den Beamten abgegeben habe. Außerdem soll jeder, der Geldscheine gefunden habe, diese bei der Polizei abgeben. Das sei auch anonym – beispielsweise über einen Brief – möglich.

Schließlich weist die Polizei erneut darauf hin, dass „das Einbehalten aufgefundener Geldscheine die Straftat einer ‚Fundunterschlagung‘ erfüllen“ könne. Diese Straftat werde ähnlich wie ein Diebstahl bestraft: Kann also eine Geld- beziehungsweise sogar eine Haftstrafe für die Finder bedeuten.

Geldregen von Mainz: Hintergründe unklar

Der Ursprung des Geldes, das in Mainz-Lerchenberg vom Himmel fiel, ist unklar.
Der Ursprung des Geldes, das in Mainz-Lerchenberg vom Himmel fiel, ist unklar. © Polizei Mainz

Erstmeldung vom 24. Mai, 11.58 Uhr: Mainz-Lerchenberg - Mehr als ungewöhnlicher Vorfall in Mainz-Lerchenberg: Am Sonntag (23. Mai) sind hier Geldscheine von einem Hochhauskomplex auf die Erde geregnet. Inzwischen geht die Polizei von einem fünfstelligen Betrag aus. Und es könnte noch mehr werden.

Was genau war passiert? Gegen 17.30 Uhr ging es los: Plötzlich fielen in Mainz-Lerchenberg die Geldscheine vom Himmel. Die Polizei rückte an, genauso wie die Feuerwehr. Gemeinsam mit Anwohnern wurde das vom Wind verwehte Geld eingesammelt. In diesem Zusammenhang stellt die Polizei noch einmal klar, „dass es nicht erlaubt ist gefundenes Geld zu behalten. Dies stellt aus strafrechtlicher Sicht eine Fundunterschlagung dar, die eine Geld- oder sogar Haftstrafe nach sich ziehen kann.“ Am Montag (24. Mai) war ein Betrag im fünfstelligen Bereich zusammengekommen. Und: Noch immer werden durch Anwohner vereinzelt Scheine auf der Polizeidienststelle des Mainzer Lerchenbergs abgegeben. 

Mainz: Geld fällt von Hochhauskomplex - Polizei hat mehrere Theorien zur Herkunft

Die große Frage: Woher kommt das Geld, das plötzlich vom Himmel fiel? Die Polizei in Mainz steht vor einem Rätsel. „Die Vermutungen reichen von eingenähtem Geld in ein Kopfkissen, das versehentlich beim Ausschlagen herausfiel, bis hin zu Geld, das aus einer Straftat stammt“, heißt es. Sicher ist jedoch nichts. Der Eigentümer bleibt zunächst unbekannt, obwohl zahlreiche Anwohner befragt wurden.

Was geschieht nun mit dem Betrag, der durch den Geldregen von Mainz-Lerchenberg bei der Polizei zusammenkam? Das entscheidet sich heute (24. Mai), denn sollte der Besitzer im Laufe des Tages nicht ermittelt werden, wird das Geld an das zuständige Fundbüro der Stadt Mainz übergeben. Hier kann es durch den rechtmäßigen Besitzer gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises abgeholt werden. (fd/spr)

Auch ein anderer Fall stellte die Polizei in Mainz zuletzt vor ein Rätsel: Ein Mann meldete Schreie aus der Nachbarwohnung. Als die Beamten eintreffen, bietet sich eine rätselhafte Situation.

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