Ministerium: Matheaufgaben entsprachen den Lehrplänen - Klärendes Gespräch mit Schülervertretung

Mathe-Abi: Statt Panne nur Mißverständnis

Wiesbaden. Am Tag nach den Vorwürfen der Landesschülervertretung, nach denen es eine neue Panne beim Mathematikabitur gegeben haben soll, haben sich die Wogen geglättet. Die Rede ist nun nicht mehr von einer Panne, sondern lediglich von Mißverständnissen.

Die LSV hatte am Wochenende von Beschwerden von Schülern berichtet, nach denen Teilnehmer eines Grundkurses beim Thema Volumenintegral mit Aufgaben eines Leistungskurses geprüft worden sein sollen. Dieses Thema ist jedoch auch im Lehrplan für Grundkurse enthalten. Heinz-Wilhelm Brockmann, Staatssekretär im Kultusministerium und Landesschulsprecher Tim Huß erklärten nach einem gemeinsamen klärenden Gespräch, die gestellten Aufgaben hätten den Vorgaben der Lehrpläne entsprochen.

Die Mißverstädnnisse seien entstanden, weil in Einzelfällen Lehrkräfte die Schüler nicht darauf hingewiesen, dass das Thema Volumenintegral auch in den Lehrplänen der Grundkurse stünden. Einige Schüler hätten sich offenbar falsch informiert. Brockmann sicherte der LSV gestern zu, allen Hinweisen auf etwaige Versäumnisse einzelner Lehrer nachzugehen. "Wir werden dazu nochmal alle Schulämter befragen, um sicherzustellen, dass den Schülern keine Nachteile entstanden sind".

Anders als bei einer Panne im vergangenen Jahr müssen keine Arbeiten nachgeschrieben werden. Das erklärte Dr. Alexander Hirt vom Kultusministerium ergänzend gegenüber unserer Zeitung. Im Jahr 2009 hatten sich Fehler in Aufgaben eingeschlichen. In diesem Jahr hingegen seien alle Aufgaben korrekt lösbar gewesen. Ein Lehrer in Gießen habe offenbar die Inhalte zum Thema Volumenintegral nicht durchgenommen. obwohl sie in der Prüfung vorkommen. Dieser Fall werde weiter untersucht. Sollten Schüler tatsächlich falsch informiert worden sein, gebe es auch die Möglichkeit, die Ausgabe aus der Wertung zu nehmen.

Nachgehen will das Ministerium auch Angaben von Schülern, nach denen es beim Deutsch-Abi Unregelmässigkeiten gegeben habe. An einigen Schulen seien Bücher mit Aufzeichnungen und Markierungen erlaubt gewesen, an anderen nicht, Eigentlich, so das Ministerium, seien nur unbearbeitete Bücher zugelassen.

Von Verwirrung bei einzelnen Schülern wegen der Prüfungsaufgaben vom vergangenen Freitag berichtete gegenüber unserer Zeitung auch der Schulsprecher der Bachgauschule in Babenhausen, Dennis Schwind. Er sei am Freitagnachmittag von mehreren Schülern angesprochen worden, habe aber niemanden von der Schulleitung erreicht.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare