Kultusministeriuministerium reagiert auf Lehrerprotest

Mathetests: Realschüler dürfen hoffen

Kassel. Hessens Kultusministerium hat auf Protest von Realschullehrern reagiert: Per Runderlass ist der Bewertungsschlüssel für die Abschlussarbeit Mathematik im Bildungsgang Realschule „angepasst worden“.

Sprich: Die Noten werden besser ausfallen als zunächst befürchtet. Zuvor hatten sich nach Korrekturbesprechungen 25 Schulleiter des Arbeitskreises der Gesamtschulen in der Region Kassel einer Resolution angeschlossen und damit geweigert, die Mathearbeiten nach dem vorgegebenen Maßstab zu bewerten.

Ihr Vorwurf an die Schulbürokratie: Die Prüfungsaufgaben seien zu umfangreich gewesen. Die meisten Schüler hätten daher nur eine Wahlaufgabe bearbeiten können und viele so keine ausreichende Note erreicht.

Karl-Erwin Franz, Sprecher des Arbeitskreises und Schulleiter in Bad Karlshafen, nach dem Einlenken in Wiesbaden: Die Änderung sei nicht ganz so „wie in der Resolution der Kasseler Korrektoren gefordert, kommt dieser jedoch sehr nahe“. SPD: „Gewaltig versagt“ 2009 hatte das Ministerium im Mathe-Abitur falsche Aufgaben gestellt. Schüler, die wollten, konnten die Klausuren schließlich nachschreiben.

Heike Habermann, schulpolitische Sprecherin der SPD im Landtag, forderte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) auf, sicherzustellen, dass den jetzt betroffenen Jugendlichen keine Nachteile entstünden. Mit Verweis auf zurückliegende Pannen und aktuelle Beschwerden aus den Grundschulen sprach Habermann von „gewaltigem Versagen aller politisch Verantwortlichen“. (wrk)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare