Militär-Museum auf dem Weg: Info-Veranstaltung gut besucht

Kassel. Der erste Schritt auf dem Weg zu einem zentralen Militärmuseum in Nordhessen ist vollbracht: Auf einer Info-Veranstaltung in der Baunataler Stadthalle bekundeten rund 80 ineressierte Bürger, hinter dem Projekt zu stehen.

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Eine erste Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, die nun konkrete Vorschläge erarbeiten soll. Die Initiatoren des Projekts, Oberst d. D. Jürgen Damm und der Leiter des Regionalmuseums Wolfhager Land, Dr. Jürgen Römer, waren jedenfalls begeistert: „Jetzt legen wir richtig los“.

Ein Initiator: Jürgen Damm

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hatte in einem Grußwort betont, es bestünde großes Interesse daran, dass die Militärhistorie in der Region nicht untergehe. Lübcke: „Viele Menschen hier haben ihren Weg über die Bundeswehr gefunden“. Auch die Generäle Wolfgang Estorf (früher Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision) und Gertmann Sude waren von der Idee eines Museums, das die Geschichte der Bundeswehr ab 1955 in Nordhessen spiegeln soll, begeistert.

Jürgen Römer stellte vor, wie ein optimales Museum aussehen könnte: Der Flächenbedarf beträgt 2000 Quadratmeter, hinzu kämen 5000 Quadratmeter für Außenflächen. Die Bau- und Umbaukosten würden damit zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro betragen. Hinzu käme eine Million Euro für die Museumseinrichtung und für Honorare. Macht unterm Strich drei bis 3,5 Millionen Euro, die das Museum kosten könnte.

Die jährlichen Betriebskosten würden bei 50 000 Euro liegen, dazu kämen 180 000 Euro für Personal. Bei realistischen 50 000 bis 100 000 Besuchern im Jahr ud einem Eintritt von fünf Euro wäre ein kostendeckender Betrieb möglich. Doch das ist nur eine Beispielrechnung - alles könnte auch ganz anders sein, betonte Dr. Jürgen Römer.

Denn: Der Ausgang der Diskussion, die nun in der Arbeitsgruppe stattfindet, sei völlig offen. Ungeklärt ist damit natürlich auch die Fage, wo das Geld herkommen soll. Doch die Region sei groß und beherbe etwa auch potente Rüstungsfirmen, hieß es.

Bewußt offen gehalten wurde in der ersten Diskussion auch die Standortfrage. Man weiß, dass das ein Thema ist, an dem man sich die Köpfe heißreden wird. So soll erst ein fertiges Konzept stehen, das dann Geldgebern und Kommunen präsentiert werden kann.

Infos bei Jürgen Damm und Jürgen Römer unter juedamm@freenet.de und info@regionalmuseum-wolfhager-land.de

Quelle: HNA

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