Mordanklage nach tödlichen Schüssen auf 17-Jährigen bei Autokauf

Fulda/Frielendorf. Viereinhalb Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 17-Jährigen bei einem vermeintlichen Autokauf hat die Staatsanwaltschaft Fulda Anklage wegen Mordes erhoben.

Der junge Mann aus einer rumänischen Großfamilie hatte Mitte Februar zusammen mit seinem Schwager aus München (19) einen Wagen kaufen wollen. Bei dem angeblichen Kaufgespräch wurde er mit sechs Schüssen aus kurzer Distanz getötet. Der mutmaßliche Täter wurde wenige Tage später festgenommen.

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Der 39-Jährige habe den jungen Mann heimtückisch und aus Habgier getötet, so die Staatsanwaltschaft laut Mitteilung vom Freitag. In der Anklage stehen auch versuchte schwere räuberische Erpressung und unerlaubter Waffenbesitz. Der Prozess wird voraussichtlich im September oder Oktober beginnen.

Gegen die Lebensgefährtin des polizeibekannten Mannes wurde Anklage wegen Beihilfe zum Betrug erhoben. Sie soll gewusst haben, dass ihr arbeitsloser Partner die beiden Autokäufer abzocken wollte. Sie sei am Tattag zusammen mit ihm nach Fulda gefahren, sei bei der Tat aber nicht dabei gewesen. Sie haben auch nichts von der Schusswaffe gewusst.

Die Ermittler waren dem mutmaßlichen Mörder mit Hilfe von Bildern einer Überwachungskamera und einer Beschreibung des Täters und seines Fluchtwagens auf die Spur gekommen. Der 17-Jährige wurde in einer schwer einsehbaren Gasse an einem Parkplatz erschossen, sein Begleiter konnte entkommen. (dpa)

Quelle: HNA

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