Beben in Japan: Aufatmen in Hessens Partnerstädten - bislang keine Opfer

Wiesbaden. Ausnahmezustand in Japan: Verwüstung, Tod, Angst, es gibt nicht mehr genügend Lebensmittel. Dennoch atmen ein paar hessische Kommunen auf: Wenigstens ihre japanischen Partnerstädte sind bislang heil davongekommen.

Das gewaltige Beben und der Tsunami hat Hessens fünf befreundete japanische Kommunen weitgehend verschont, allerdings kamen in Frankfurts künftiger befreundeter Großstadt Yokohama zwei Menschen ums Leben.

In Warabi, der Partnerstadt des mittelhessischen Linden, sei zwar ein heftiges Beben zu spüren gewesen. „So weit wir wissen, sind aber keine Menschen verletzt worden“, zeigte sich Stephanie Granzer von der Stadt Linden erleichtert. Außer Rissen in Gebäuden sei die Stadt „nicht ganz so schlimm betroffen“. Kontakt nach Warabi gebe es über Privatpersonen und die Deutsch-Japanische Gesellschaft. Die Stadtverwaltung in Japan selbst ist telefonisch nicht zu erreichen.

Auch Offenbach hat noch keine offizielle Nachricht aus Kawagoe. Die Partnerstadt sei aber nicht vom Tsunami getroffen. „Das ist sehr beruhigend für uns“, sagte Bettina Jöst, zuständig für die Beziehungen nach Japan. Sie selbst stehe im ständigen Kontakt mit Freunden in Tokio: „Die Situation ist sehr, sehr ruhig. Die Japaner gehen sehr besonnen mit der Katastrophe um.“ Oberbürgermeister Horst Schneider werde im Namen der Stadt einen Brief an die Partnerstadt schicken, um die große Betroffenheit Offenbachs auszudrücken. Auch Markus Weinbrenner von der Offenbacher Industrie- und Handelskammer gibt Entwarnung: Alle Mitarbeiter der Partner-IHK in Kawagoe sind wohlauf. Eine deutsche Praktikantin hat das Beben in Kyoto gut überstanden.

Mehrere gute Nachrichten hat Sigrid Patzelt aus Bad Soden am Taunus erhalten: „In Yoro geht es allen gut.“ Es seien auch keine Schäden entstanden, sagte Patzelt.

Das südhessische Bürstadt hat ebenfalls seine Partnerstadt Minano kontaktiert. Trotz des starken Bebens, das auch in der Stadt zu spüren war, sei dort niemand verletzt worden.

Hanau s Partnerstadt Tottori blieb ebenfalls von den verheerenden Naturgewalten verschont. Die Städtepartnerschaft feiert in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. „Ob die gegenseitigen Besuche wie geplant stattfinden, werden wir abwarten müssen“, sagte Martin Hoppe, der Sprecher der Stadt.

Frankfurts künftiger Partner Yokohama beklagt Verlust

In Frankfurt s künftiger Partnerstadt Yokohama kamen dagegen zwei Menschen ums Leben, 70 wurden verletzt. Etliche Gebäude wurden beschädigt oder brannten. Oberbürgermeisterin Roth bot Yokohama Hilfe an, der künftige Partner lehnte dies aber ab. Die Schäden durch das Beben seien nicht so schwer, wie in den nördlichen Landesteilen, schrieb Roths Amtskollegin Fumiko Hayashi.

(lhe) 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare