Neue Missbrauchsvorwürfe in den Bistümern Limburg und Fulda

Frankfurt. Die Serie von Missbrauchsvorwürfen gegen die katholische Kirche reißt nicht ab: Am Mittwoch räumte das Bistum Limburg ein, dass es entsprechende Fälle in ihren Einrichtungen gebe.

Zudem soll es laut einem Medienbericht auch im Bistum Fulda Verdachtsfälle geben. In Limburg geht es zum einen um Verdachtsfälle aus den 40er- und 60er Jahren, wobei die Beschuldigten schon seit langen verstorben sind, wie das Bistum am Mittwoch mitteilte.

"Darüber hinaus sind jetzt Vorwürfe bekanntgeworden, die sich auf Taten beziehen, die vor einigen Jahren begangen worden sind", räumte das Bistum ein. Laut Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erstrecken sich die Verdachtsfälle auf "einige Priester" des Bistums, das weite Teile Hessens und einige Bezirke in Rheinland-Pfalz umfasst.

Der Bischof erklärte, die Kirche habe die Pflicht und Schuldigkeit, alles dafür zu tun, dass Vergehen aufgeklärt würden und sich Geschehenes nicht wiederhole. Der Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Benno Grimm, sei mit der Untersuchung beauftragt worden.

Nach Informationen des Hessischen Rundfunks hat mittlerweile die Staatsanwaltschaft bereits ein Verfahren eingeschaltet. Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks gibt es auch im Bistum Fulda Missbrauchsvorwürfe.

In einer Erklärung der Bischöflichen Pressestelle gegenüber der "Hessenschau" heißt es demnach: "Die Diözese Fulda hat derzeit Kenntnis von zwei Verdachtsfällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Priester bzw. kirchliche Mitarbeiter, die schon länger zurückliegen und hat sich an die Staatsanwaltschaft gewandt."

Für eine Bestätigung war das Bistum am Mittwochnachmittag nicht erreichbar. Zwtl: Internats-Direktor kritisiert Orden Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sprach sich unterdessen für einen Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch aus, der nicht nur die Kirche betrifft. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unterstützte die CDU-Politikerin einen Vorschlag des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

"Ich finde es falsch, jetzt nur die katholische Kirche an den Pranger zu stellen", sagte sie. Probleme mit Kindesmissbrauch gebe es in unterschiedlichen Bereichen. "Deshalb ist die Idee gut, alle Akteure zu versammeln, um gemeinsame Strategien zu entwickeln." (apn)

Quelle: HNA

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