Praktiker endgültig am Ende - Weitere Märkte in Hessen schließen

Darmstadt. Die Läden der Baumarkt-Kette Praktiker in Hessen werden geschlossen. Nachdem im August bereits das Aus der Filialen in Darmstadt und Rüsselsheim bekanntwurde, beginnt nun Ende nächster Woche an bundesweit 130 Standorten der Ausverkauf, teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter am Mittwoch mit.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Darmstadt sind in Hessen neun weitere Märkte betroffen, unter anderem in Fulda, Gießen, Heppenheim, Kassel, Limburg, Marburg, Offenbach und Wiesbaden.

Die Baumarkt-Kette Praktiker verschwindet vom deutschen Markt. Es gebe aber gute Chancen, dass zahlreiche Filialen unter anderen Marken fortgeführt würden, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung der beiden vorläufigen Insolvenzverwalter Christopher Seagon und Jens-Sören Schröder. Für einzelne Märkte lägen Angebote von Mitbewerbern oder branchenfremden Investoren vor.

Den insgesamt 5330 fest angestellten Beschäftigten an den betroffenen Standorten, davon 1780 geringfügig Beschäftigte, werde zunächst nicht gekündigt. „Es ist zu befürchten, dass mit dem für kommende Woche angekündigten „Abverkauf“ diese Märkte bis zum 30. September 2013 von Waren und Menschen leer gefegt sein sollen“, sagte der für den Handel zuständige Sprecher von Verdi Südhessen, Horst Gobrecht. Verdi erklärte, der Ausverkauf der Praktiker-Filialen sei eine „verheerende Katastrophe“ für Tausende von Beschäftigten.

Die operativen Praktiker-Gesellschaften und die Konzernholding mit zusammen rund 9000 Mitarbeitern hatten am 11. und 12. Juli Insolvenz beantragt. Die Märkte unter der Marke Max Bahr mit etwa 6600 Beschäftigten folgten am 26. Juli. Bereits Anfang August war das Aus für 51 Praktiker-Märkte verkündet worden, nun folgt der Rest. Der angestrebte Verkauf von Praktiker als Ganzes oder in großen Teilen ist damit gescheitert. (lhe)

Quelle: HNA

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