Prozess: Pärchen betrog mit EU-Führerscheinen und kassierte ab

Fulda. Wegen einer ausgeklügelten Betrugsmasche mit Führerscheinen für MPU-Kandidaten muss sich ein Ehepaar aus Eisenach (Thüringen) seit Dienstag vor dem Landgericht Fulda verantworten.

Als Inhaber einer Führerscheinagentur in Bad Hersfeld sollen sie mehr als 60 Autofahrer in ganz Deutschland um insgesamt 100.000 Euro betrogen haben. Sie versprachen ihnen, auch in Deutschland gültige EU-Führerscheine zu besorgen, ohne den sogenannten Idiotentest (MPU - Medizinisch Psychologische Untersuchung) machen zu müssen.

Laut Staatsanwaltschaft erklärten die Angeklagten den Interessenten, sie bräuchten einen Scheinwohnsitz im europäischen Ausland, müssten einen Antrag ausfüllen und einen Betrag zwischen 500 und 2100 Euro anzahlen. Dann könnten sie die Prüfung in Spanien, Tschechien oder Polen machen. Vorher allerdings mussten die Anwärter nochmals zahlen. Eine Fahrerlaubnis bekamen sie nie, und die beiden Angeklagten waren für die Kunden nicht mehr erreichbar. Die Staatsanwältin sagte, das Ehepaar habe nie die Absicht gehabt, die Papiere zu besorgen. (dpa)

Quelle: HNA

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