Ministerin kritisiert Äußerungen ihres niedersächsischen Kollegen Sander

Puttrich: Castor-Zwischenlagerung in Biblis ausgeschlossen

AKW Biblis

Wiesbaden. Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) hat Forderungen ihres niedersächsischen Ressortkollegen Hans-Heinrich Sander (FDP) zurückgewiesen, bei der Suche nach alternativen Zwischenlagern Biblis als Standort in den Blick zu nehmen.

Eine Lagerung in Biblis sei ausgeschlossen, betonte Puttrich. „Die Genehmigung des Zwischenlagers in Biblis lässt die Lagerung von Castoren mit Abfällen aus der Wiederaufbereitung nicht zu.“ Auch sei an dem bestehenden Lagerkonzept für Brennelemente nicht zu rütteln.

Lesen Sie auch

Sander hatte seinerseits auf einen Vorschlag der Umweltorganisation Greenpeace reagiert, Atommüll aus der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield künftig an süddeutschen AKW-Standorten wie Philippsburg oder Biblis zu lagern. Greenpeace hatte dies damit begründet, dass der aufgearbeitete Müll in den süddeutschen Atomkraftwerken entstanden sei.

Sander sprach sich für eine Prüfung aus, da der Protest dort „bestimmt weit geringer sei“ als im Wendland, so Sander gegenüber der „Frankfurter Rundschau.“ Niedersachsen habe mit „Castor-Spektakeln“ eine ungeheure Last zu tragen. (wet)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare