Ziel: Vier-Sterne-Tour 250 Kilometer entlang der Fulda

Mit Radweg an die Spitze

Davon träumt die Region zwischen Rhön und Reinhardswald: Zufriedene Radtouristen, die nicht nur die Natur lieben, sondern auch ein wenig Geld in Ost- und Nordhessen lassen. Das Foto entstand beim Sattelfest in Hann. Münden. Foto: Herzog

Melsungen. Der Radweg entlang der Fulda soll zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands entwickelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich eine Arbeitsgruppe der Anrainerregionen unter der Leitung der Nordhessen-Touristik gegründet.

Gemeinsam wollen alle vom derzeitigen Wachstum des Fahrradtourismus profitieren. 6,5 Milliarden Euro beträgt die Nettowertschöpfung der Radtouristen in Deutschland und besitzt damit einen Anteil von fast elf Prozent an der Wertschöpfung des gesamten Tourismus.

ADFC-Analyse

Eine erste Analyse durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat dem Radweg an der Fulda ein hohes touristisches Potenzial bescheinigt.

Doch einige Abschnitte des 250 Kilometer langen Weges weisen Mängel auf. Im Raum Bad Hersfeld sowie nördlich von Kassel beispielsweise sind Wegeführung und Oberflächenbeschaffenheit verbesserungswürdig. Diese Mängel sollen nun behoben werden, um eine Zertifizierung nach den Kriterien des ADFC zu erlangen. „Vier von maximal fünf Sternen kann der Fulda-Radweg erlangen und spielt dann in der Spitzenliga des deutschen Radtourismus, daran arbeiten wir derzeit mit Hochdruck“, sagt Ute Schulte, Leiterin der Nordhessen-Touristik.

2,5 Millionen Euro nötig

In Kooperation mit den rgionalen Entwicklungsgruppen der Landkreise wird derzeit ein Marketing- und Kommunikationskonzept für den Radweg entwickelt, das die notwendigen Maßnahmen für die Verbesserung des Weges und die anschließende Vermarktung definiert.

Nach ersten Schätzungen werden zunächst Investitionen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro notwendig sein, um die Qualitätsmängel am Weg zu beheben. Die Maßnahmen werden über Landes- und Bundesmittel gefördert.

Zweiter Schritt

In einem zweiten Schritt sollen die touristische Beschilderung, Rastplätze für Radler, radlerfreundliche Gastronomie und Hotellerie sowie das touristische Marketing vorangetrieben werden. „Der Fulda-Radweg ist ein Leuchtturmprojekt“, so Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen.

Von der Rhön bis Münden

Zur Arbeitsgruppe gehören Vertreter aus der Rhön, des Vogelsbergs, der Grimmheimat Nordhessen, dem hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium sowie der Hessen-Agentur, die das Land touristisch vermarktet. Hinzu kommt die südniedersächsische Stadt Hann. Münden. Dort fließen Fulda und Werra zur Weser zusammen.

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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