Schweinegrippe: Hessen sitzt auf 1,8 Millionen Impfstoff-Dosen

Wiesbaden. Nach dem Ende der Schweinegrippe -Pandemie ist Hessen auf Schweinegrippe-Impfstoff im Wert von 17,5 Millionen Euro sitzengeblieben. Von den 2,5 Millionen gekauften Dosen sind noch 1,8 Millionen übrig.

Die würden nun nicht mehr gebraucht, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Insgesamt hatten sich in Hessen nur rund 430 000 Menschen gegen das H1N1-Virus immunisieren lassen, das sind etwa sieben Prozent. Hessen hatte wie andere Länder auch auf Empfehlung der Bundesregierung Schutz für 30 Prozent seiner Bevölkerung geordert.

Die Krankenkassen erstatten nur das Geld für die verabreichten Impfungen. Das Serum verfällt spätestens Mitte 2011 und soll dann entsorgt werden. Im nächsten gewöhnlichen Grippe-Impfstoff ist ohnehin eine Komponente enthalten, die vor dem H1N1-Virus schützt.

Die Länder hatten zuletzt unter Federführung der Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Aygül Özkan (CDU), mit dem Bund über eine Kostenübernahme verhandelt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ entschied sich die Bundesregierung aber dagegen, den Ländern unter die Arme zu greifen. Insgesamt hatten die Länder Vakzine im Wert von rund 283 Millionen Euro erworben. (dpa)

Quelle: HNA

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