Überfällige Sanierung

Stadt Karben sagt Schlaglöchern den Kampf an 

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So sieht die Ortsdurchfahrt Rendel in weiten Teilen aus. Nicht nur die Oberfläche, sondern auch der Untergrund sind stark sanierungsbedürftig. Die Arbeiten sollen bereits am Montag beginnen. Bis Oktober soll die Straße repariert sein.

Wer mit dem Auto in Rendel unterwegs ist, dem ist der Zustand der alten Ortsdurchfahrt gut bekannt. Ab Montag wollen Stadt und Land das ändern. Während der monatelangen Arbeiten müssen sich die Rendeler allerdings einschränken. 

Karben - Die Landesstraße 3205 durchzieht weite Teile von Karben. Sie reicht vom Abzweig der B3 bei Kloppenheim durch Groß- und Klein-Karben bis durch Rendel, um dort wieder an die B521 am Läusbäumchen anzuschließen. Schon lange Jahre entspricht die Straße nicht mehr modernen Anforderungen. Das hat man auch bei Hessen Mobil erkannt und geht nun seit Mitte vergangenen Jahres aktiv deren Sanierung an. Zunächst wurde die Landesstraße im Zuge der Ortsdurchfahrt Klein-Karben saniert. Mittlerweile ist man bis an die Gehspitze herangerückt. Dann geht es noch an den Abschnitt zwischen Ellernstraße und Ortsausgang. 

Während die Verbindung zwischen Klein-Karben und Rendel bereits im Vorjahr saniert worden war, ist nun der Ortskern des kleinen Stadtteils dran. Bürgermeister Guido Rahn (CDU) verriet den über 80 Anwesenden im Dorftreff nichts Neues, als er sagte, die Straße sei "in erbärmlichem Zustand". So sei das zuerst auch in Klein-Karben gewesen. Dort sei die Straße mittlerweile in weiten Teilen saniert, "und sie ist gut geworden. So soll es bald auch in Rendel sein", versprach das Stadtoberhaupt. 

Zunächst berichtete der technische Leiter der Stadtwerke, Michael Quentin, was alles zu tun sein wird. So müssten in offener Bauweise 200 Meter Trinkwasserleitungen samt Hausanschlüssen erneuert werden. Zudem könnten kleinere Einzelschäden an der Kanalisation in geschlossener Bauweise repariert werden. Dazu rücke die Baufirma mit einem sogenannten Schlauchliner an, der unterirdisch in die alten Rohre neue hineinlege.Die Straße werde in weiten Teilen grundhaft saniert, also Frostschutz, Unterbau und Deckschichten erneuert, in anderen Abschnitten reiche die Erneuerung der Oberfläche. Zudem werde die Stadt die Gehwege pflastern. 

Umleitungen ohne Schild 

Los geht es am kommenden Montag ab der Bäckerei Philippi bis zur Mittelgasse. Bis Mitte August sollen hier Wasserleitungen und Kanäle saniert werden. Ab Ferienbeginn weitet sich die Baustelle aus bis in die Dorfelder Straße. Der zweite Bauabschnitt läuft von Mitte August bis Oktober im Bereich Mittelgasse–Im Pfädchen, die Abschnitte drei und vier betreffen den Abschnitt bis zum Ortsausgang bzw. den Buswendehammer. 

Ekkehart Böing, der stellvertretende Leiter des Fachdienstes Bauen und Verkehr, erläuterte danach die Umleitungen. Der überörtliche Verkehr nutze die schon wegen der Sanierung der Durchfahrt Klein-Karben eingerichtete weiträumige Umleitung. Innerorts werde eine "absichtlich nicht ausgeschilderte Umleitung" eingerichtet, die durch den Bornwiesenweg und den Taunusblick führe. 

Müllabfuhr gesichert 

Die Bürger hatten anschließend einige Nachfragen, etwa danach, wo die Autos parken, die sonst in der Dorfelder Straße stehen. Denn die Stadt wird dort beidseitig ein absolutes Halteverbot einrichten, weil die Linienbusse dort durchmüssen. Dazu meinte Stadtpolizist Jörg Witzenberger, dass nichts anderes übrig bleibe, als in den Nebenstraßen zu stehen. "Oder mal das Tor zum eigenen Grundstück aufmachen und reinfahren." Die Frage nach der Müllabfuhr wurde zur Zufriedenheit aller beantwortet. Die Arbeiter der Firma Eurovia, die die gesamten Arbeiten ausführen, werden die Tonnen zu Sammelplätzen bringen und wieder vor die Tür rollen. "Aber bitte schreiben Sie Ihre Hausnummer drauf", riet Rahn. Nach einigen weiteren Fragen war die Versammlung nach nicht einmal einer Stunde beendet. Die Rendeler müssen sich auf Einschränkungen gefasst machen, so der Bürgermeister. Denn es wäre illusorisch, zu glauben, "dass die Straße saniert wird und Sie nichts davon merken". 

Holger Pegelow 

Info: Linienbusse fahren andere Strecke

Für die Busfahrgäste wird sich ab Montag einiges ändern. Weil die Ortsdurchfahrt (Dorfelder Straße) zwischen Kendelgasse und Mittelgasse für den Autoverkehr voll gesperrt wird, kann die Haltestelle "Fuhrweg" nicht mehr angefahren werden. Fahrgäste sollten auf den Stop "Dorfelder Straße" ausweichen. Die Busse verkehren dann von der Klein-Karbener Straße her kommend durch die Straße Am Hain und dann durch den Bornwiesenweg und den Taunusblick. Diese Linienführung bleibt bis Ende der Ferien so bestehen. Ab Mitte August verkehren die Busse dann wieder durch die Kendelgasse. Der jetzige Wendehammer in Höhe des Dorftreffs wird gleichfalls während der gesamten Bauzeit bis voraussichtlich Mitte Oktober nicht mehr angefahren. Die konkreten Fahrpläne hat die Verkehrsgesellschaft Oberhessen auf ihrer Homepage. 

pe

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